Watt sähste?! Ausgabe 6 mit Manuel Meyer

Nach dem Restart des Fanprojekts lassen wir auch unsere beliebte Rubrik „Watt sähste?!“ wieder aufleben. In Ausgabe 6 steht uns mit Manuel Meyer ein Gast Rede und Antwort der nicht nur als Fan der Eintracht die Treue hält. Manuel versucht auch als Keeper der zweiten Mannschaft den Kasten sauber zu halten, was ihm seit Wiedereinführung der zweiten Mannschaft sehr gut gelingt.

 

Hallo Manuel, stell dich doch mal unseren Leser*innen vor für alle die dich noch nicht kennen und berichte uns wie du zur Eintracht gekommen bist.

-Hallo zusammen, ja wie bereits erwähnt: mein Name ist Manuel, ich bin 33 Jahre alt, ich arbeite als Dachdecker und zur Eintracht bin ich in jungen Jahren schon gekommen, als ich von Bekannten und Familie mit ins Stadion genommen wurde.

 

Neben deiner Leidenschaft als Fan bist du auch auf dem Rasen aktiv. Wie verlief deine sportliche Karriere und wie kam es dazu, dass du bei der Zweiten angeheuert hast?

-Meine sportliche Karriere verlief mit vielen Up´s und Down´s. In jungen Jahren von der Kreisliga bis zur Oberliga alles mitgemacht. Hauptsächlich war ich dabei im Saarland, JA im SAARLAND – hehe- unterwegs. Dann zog es mich mit meiner Ausbildung zurück nach Saarburg, wo ich mich meinem Heimatverein wieder angeschlossen habe. Das alles könnt ihr aber auch in unserer Fanfibel von der Eintracht nachlesen ( unbezahlte Werbung 😉 ).

Zur „Zwoten“ kam ich eigentlich durch den Aufruf, dass wieder eine „Zwote“ gebildet werden sollte.

 

Was bedeutet es dir mit der Porta auf der Brust aufzulaufen?

-Was soll ich da jetzt zu sagen – lacht- … für mich persönlich ist es absolut geil. Wenn du auf einmal von: Samstags 14Uhr Heimspiel der ersten gucken, ein paar Bierchen und die Mannschaft anfeuern – zu: selbst das Trikot mit der Porta überstreifen, um zu versuchen, der Zwoten, einen ordentlichen Rückhalt zu geben. Da möchte ich auch nochmal das Projekt der Zwoten hervorheben, mit allen die daran beteiligt sind und waren.

 

In dieser Saison durftest du im Pokalspiel bei Rot Weiß Wittlich sogar auf der Bank der ersten Mannschaft Platz nehmen. Nimm uns doch einmal mit in deine Gefühlswelt – Anspannung pur oder einfach nur Freude im Kader der Profis zu stehen?

-Ich wurde gegen Mittag von meinem Trainer angerufen. Ich dachte mir erstmal garnix dabei, da ich sowieso in einem guten Kontakt mit Stefan stehe. Ich geh ran und er fragt: „Meyer was machst du heute Abend?“ meine Antwort: „Nix! Wieso?“ und Stefan meinte: „ Gut dann sitzt du heute Abend bei der Ersten auf der Bank!“ … zuerst dachte ich  „Ok der verarscht dich“ aber dann hab ich es echt realisiert und hab mir gedacht: „Da hast du alter Sack, es in deinem Alter ja doch nochmal geschafft.“

Gefreut hab ich mich natürlich riesig, auch wenn das die Ausnahme bleiben wird.

 

Für die Fußballfibel wurdest du auch als Autor tätig und hast über deinen Weg vom Fan zum Spieler im Herzensverein geschrieben. Was bedeutet dir dieser Beitrag und wie zufrieden bist du mit dem Endergebnis?

-Ich fand es toll an dem Projekt mitwirken zu können. Es hat Spaß gemacht in Erinnerungen zu schwelgen. Mit der Fibel an sich bin ich auch sehr zufrieden. Es ist schön auch von anderen Leuten Eindrücke und Erlebnisse zu lesen. Man sieht, dass da viel Herzblut drin steckt.

 

Nach dem Aufstieg im ersten Jahr stehen nun die Zeichen auf Abbruch der Saison für die zweite Mannschaft. Was sind deine sportlichen Ziele und wo siehst du die Zwote perspektivisch?

Ja die Saison wurde annuliert. Wie es weiter geht mit der nächsten Saison bleib abzuwarten. Ich kann nur soviel sagen, dass jeder von uns auf heißen Kohlen sitzt und es kaum abwarten kann, endlich wieder zu kicken.

Meine sportlichen Ziele sind, erstmal wieder fit zu werden, da ich mich im Februar einer Knie-OP unterziehen musste. Danach möchte ich versuchen wieder anzugreifen um der Zwoten zu helfen, noch das ein oder andere Mal aufzusteigen. Danach kann ich mir gut vorstellen Torwarttrainer oder eine betreuende Funktion zu übernehmen.

Die Zwote sehe ich perspektivisch soweit Oben wie möglich. Ich finde es unheimlich wichtig, einen guten Unterbau zu haben. Somit ist man breiter aufgestellt. Einerseits kann die erste Mannschaft im Bedarfsfall darauf zurückgreifen und andererseits kann man Jugendspieler optimal in den Seniorenbereich integrieren.

 

Dafür wünschen wir euch viel Erfolg! Herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast um unsere Fragen zu beantworten. Die letzten Worte gebühren dir!

-Ja da möchte ich euch als Fanprojekt auch mal Danke sagen. Euer Arbeitsplatz war von heute auf morgen weg und trotzdem hab ihr weiter gemacht und gekämpft, dass das Fanprojekt bestehen bleibt. Macht weiter so einen tollen Job.

Des weiteren Danke für die Einladung und auf das wir uns hoffentlich bald wieder alle in unserem „Wohnzimmer“ Moselstadion wiedersehen können.