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Fanfinale und Besuch des DFB-Pokalfinale in Berlin 23.-25.Mai 2019


Liebe Eintracht Fans,

auch in diesem Jahr ist es wieder soweit. In Berlin findet vom 23. Bis 25.05 das große Turnier der Fanprojekte, das Fanfinale 2019 statt.
Das Fanprojekt Trier möchte in diesem Jahr zum ersten mal teilnehmen und unsere Region Trier würdig vertreten. Dafür brauchen wir euch. Ihr müsst allerdings unter 23 Jahren sein, wobei 2 Spieler im Team unter 27 Jahren sein dürfen.

Das ist aber noch nicht alles. Im Gesamtpreis von 100 € ist neben Unterkunft im Zeltlager, Verpflegung, auch ein Ticket für das Pokalfinale im Berliner Olympiastadion enthalten, das wir gemeinsam besuchen werden.
Wenn ihr Interesse habt ein Team zu stellen, dann meldet Euch bei uns an.

Anmeldeschluss ist der 15.04.2019

Unsere Kontaktdaten:
fanprojekt@exhaus.de
0651-99187825
0178-1407328 (Katja)
0176-17080006 (Markus)
0177-8504639 (Lukas)

Genauere Informationen zum Fanfinale sowie zu den Regularien findet ihr hier als Pdf-Dokument. Bitte durchlesen!

Informationen Fan-Finale 2019

Interview RPR1 mit Lukas zum Umzug in Geschwister-Scholl-Schule

Liebe Fans der Eintracht, des Exhauses und des Fanprojektes,

gerne möchten wir Euch auf das Interview von Lukas hinweisen, das er vor ein paar Tagen bei RPR1 gegeben hat. Dabei geht es um unseren Umzug vom Exhaus in die Geschwister-Scholl-Schule und wie wir uns in den neuen Räumlichkeiten eingerichtet haben.

Das Interview kann hier abgespielt werden:   

In diesem Zusammenhang möchten wir Euch auf unsere neue Adresse aufmerksam machen:

Fanprojekt Trier
St. Mergener Strasse 1
54292 Trier

Unsere Festnetznummer ist uns auch erhalten geblieben:
0651-99187825

Euer FP-Team

Statement und Konzeption der “Fanszenen Deutschlands” zur Regionalligareform

Folgenden Beitrag zur Reformierung der Regionalligen haben wir von Insane Ultra bekommen.
Wir vom Fanprojekt Trier unterstützen dieses Anliegen und möchten euch das Statement sowie auch die Konzeption zur Neugestaltung der Regionalligen in diesem Post vorstellen.
Das Statement veröffentlichen wir nachfolgend, da die
Konzeption zur Regionalliga aber 14 Seiten stark ist, haben wir sie euch als PDF zum Download bereit gestellt.

Download hier -> Regionalliga_Reform_Fanszenen_Deutschlands

Statement zur Regionalligareform

Vier Ligen, vier Meister – Regionalliga Reform jetzt!

„Meister müssen aufsteigen!“ lautet die Forderung, die in den letzten Jahren regelmäßig in deutschen Stadien propagiert wurde, was deutlich zeigt, wie allgegenwärtig die Problematik rund um die Aufstiegsregelung der Regionalligen ist. Einhergehend mit der bisweilen letzten Reform 2012, wurde die zuvor dreigleisige Regionalliga fünfgleisig. Dies hatte zur Folge, dass die drei bestehenden Aufstiegsplätze in einer Relegationsrunde ausgespielt werden, bestehend aus den Meistern jeder Liga und dem Zweiten der mitgliederstärksten Regionalliga Südwest. In der Konsequenz wurde damit der Ertrag einer gesamten Saison von Hin- und Rückspiel in der Relegation abhängig gemacht. Ein solches Verfahren ist mit den Grundsätzen des Sportes in keiner Weise vereinbar, ganz zu schweigen von den wirtschaftlich, teils existenziellen, Konsequenzen, die ein solcher Verbleib in der Regionalliga für die, oftmals ohnehin schon klammen, Vereine nach sich zieht.

Im Laufe der vergangenen Jahre kam auch bei immer mehr Funktionären langsam, aber sicher die Einsicht, dass der Status quo nicht weiter hinnehmbar ist, sodass die Weichen für eine erneute Reform gestellt werden sollten.

Die Möglichkeit dies mit Inhalt zu füllen, wurde aufgrund von Eitelkeiten innerhalb der Verbände und diverser anderer Unzulänglichkeiten verpasst. Vielmehr gab es eine Übergangslösung, die dem Fairnesscharakter nicht im Ansatz gerecht wird und die Vereine teils sogar zu einem Wettrüsten animiert, bei dem die Vereine gezwungen sind, ein hohes finanzielles Risiko einzugehen. Eine vom DFB ins Leben gerufene „ad-hoc AG“ machte nur durch mangelnde Transparenz, fehlende Kommunikation, Statements, die im Anschluss wieder revidiert wurden und durch ihre Auflösung, mangels neuer Lösungsansätzen, von sich reden.

Bereits zuvor hatte sich im Zuge des Zusammenschlusses „Fanszenen Deutschlands“ eine, eigens für diese Thematik geschaffene, Arbeitsgruppe eingefunden. Das erklärte Ziel war es die Notwendigkeit einer Reform präsent zu halten und die damit verbundenen Probleme auszuwerten. Mit einem Fragebogen für Vereine und Fanszenen, sowie mit persönlichen Gesprächen, wurde versucht eine mögliche Reform, unter Betrachtung aller problematischer Gesichtspunkte, zu evaluieren. Hieraus resultierend wurden Kernpunkte erarbeitet, die aus unserer Sicht für eine Regionalliga Reform unerlässlich sind, wenn man vermeiden will, sich in absehbarer Zeit mit einer erneuten Reform befassen zu müssen.

Die Kernpunkte und die Auswertungen der Fragebögen, wurden der ad-hoc-AG des DFB in einem persönlichen Austausch offengelegt. Dieser Austausch ist als unzufriedenstellend zu bewerten, da immer wieder die Verantwortung von sich gewiesen wurde und auch die von uns gewonnenen Erkenntnisse nicht ausreichend weiterverwertet wurden.
Bis zum heutigen Tage liegt noch nicht ein einziger fundierter Reformvorschlag vor, vielmehr scheint es als hätten sich die Fronten zwischen den Beteiligten weiter verhärtet und das sich gegenseitig ausgesprochene Vertrauen scheint erloschen. Insbesondere die Rücknahme des Eingeständnisses, eines weiteren Absteigers in Liga 3, zugunsten einer Reform mit vier Ligen und vier Aufsteigern, ist eine mehr als deutliche Reaktion auf die stagnierenden Fortschritte.
Durch diese Entwicklung bestärkt ist es uns ein Anliegen, nunmehr einen eigenen Reformvorschlag zur Debatte zu stellen.
Dieser befasst sich neben der Kernproblematik „Aufstiegsregelung“, auch mit grundsätzlichen Problemen, wie fehlende ligaübergreifende Strukturen, der geografischen Aufteilung der Ligen und der Rolle von Zweitvertretungen innerhalb der Liga.

Wir hoffen, dass durch diesen Reformvorschlag nunmehr eine Grundlage gegeben ist, um sich endlich tiefgehend und ergebnisorientiert mit der Situation zu befassen. Die Regionalliga, in ihrer Form als Schnittstelle zwischen Amateur- und Profifußball, hat in den vergangenen Jahren an immer größerer Bedeutung gewonnen und sollte daher nicht weiter als Bühne für Unvermögen und Eitelkeiten der Funktionäre herhalten müssen. Viel eher sollte sie von Werten der sportlichen Fairness und Chancengleichheit geprägt sein. Daher fordern wir alle Beteiligten auf, persönliche Empfindlichkeiten hinter diesen Werten hintenanzustellen und basierend auf diesem Reformvorschlag eine Lösung zu erarbeiten in denen sich alle Beteiligten wiederfinden können.

„Wir sind der Verein!“ – Lesung mit Alina Schwermer

Viele Vereine geraten im rücksichtslosen Wettbewerb des Fußballs in finanzielle Nöte, werden zu Renditeobjekten. Wenn der eigene Klub vor dem Aus steht, Vereinsführung und Kurve zerstritten sind, übernehmen die Fans: Sie gründen einen eigenen Verein oder übernehmen den Klub.
Im neuen Buch „Wir sind der Verein“ von Alina Schwermer werden die unterschiedlichsten Aspekte des Fußballs und der Vereinsführung beleuchtet.
Für ihr Buch hat sie die interessantesten Beispiele für sogenannte Fanvereine in Deutschland und Europa besucht und mit vielen Protagonisten gesprochen.
Fans pflegen heute ein anderes Selbstverständnis als noch vor einigen Jahrzehnten, können sich besser vernetzen, fordern Teilhabe. Und sind trotzdem nicht immer die besseren Vereinsbosse.
In eindrücklichen Porträts schildert sie den Kampf um einen besseren Fußball und erklärt detailliert die Chancen und Risiken von Mitsprache. Kann Basisdemokratie im Verein funktionieren? Und wie verändert das den Fußball?

Die Lesung beginnt am 04.04. um 18.30 Uhr in der Nullfünf Lounge des Moselstadions.
Der Eintritt ist frei.

Euer FP-Team

 

Auf der Suche nach ihrem Lieblingsverein. Wochenendrebellen Jason und sein Vater Mirco von Juterczenka zu Besuch im Moselstadion

Schon mehrere Jahre sind sie auf der Suche nach ihrem Lieblingsverein. Jason (13) und sein Vater Mirco haben unzählige Stadien besucht, in Deutschland und auch weltweit. Soweit nichts Ungewöhnliches, wäre da nicht ein Umstand, der ihre Vater Sohn-Beziehung zu etwas ganz Besonderem macht. Jason ist nämlich Asperger-Autist, was für ihn persönlich jedoch eher Vorteil statt Nachteil ist.

Ihre Erfahrungen und Erlebnisse haben sie gemeinsam in einem Buch verarbeitet, aus dem Sie am Sonntag, den 24.02 in der NullFünf Lounge des Moselstadions gelesen haben. Auf Einladung des Fanprojektes Trier haben Jason und Mirko die Besucher mitgenommen in eine etwas andere Sicht der Fußballfankultur.

Während andere Kinder seines Alters für Messi, Ronaldo oder vielleicht Thomas Müller schwärmen und in Vereinsbettwäsche einschlafen, legt Jason eigene Regeln für einen möglichen Lieblingsverein an. Das Stadion sollte idealerweise gut mit einem Nachtzug erreichbar sein, eine Anzeigetafel aus Holz wäre prima, viel Wald und schnell erreichbare Ausgänge sind deutlich von Vorteil. Was gar nicht geht, sind Teams, die sich vor Spielbeginn zur Kreisbildung anfassen. Anfassen ist klares Ausschlusskriterium. Endet ein Spiel 0:0, dann heißt die Regel „Spiel zählt nicht“ und der Verein muss noch einmal besucht werden.

Dass die vielen Regeln und deren peinlich genaue Einhaltung durchaus anstrengend sein können, konnte man aus den Schilderungen von Vater Mirko heraushören. Aber sie sind auch Grundlage für spannende Erlebnisse und Erzählungen, die sie sehr unterhaltsam im Moselstadion den Zuhörern präsentierten.

Ihre eigene Bezeichnung Wochenendrebellen, soll auf den Umstand hinweisen, dass sie nicht damit abfinden wollen mit Asperger-Syndrom nur ein Leben Zuhause zu verbringen. Jason und Mirko erschließen sich den Fußball auf ihre Art und lernen dabei intensiv mit Autismus ihren Alltag zu meistern.

Da Jason am Tag davor noch an einem Jugend forscht Wettbewerb teilnahm, den er übrigens gewann, konnten die beiden erst sonntags anreisen. Ihr Zeitbudget war demnach sehr knapp und ließ wenig Spielraum um das Moselstadion noch näher zu begutachten. Der erste Eindruck war aber vielversprechend. Das Stadion sei landschaftlich gut gelegen, die Anzeigetafel ist auch o.k. und Jason hoffe darauf, dass aus ökologischen Gründen keine Plastikbecher herumgeworfen werden. Bleibt noch die leidige Frage nach dem Mannschaftskreis mit dem unmöglichen Anfassen. Da müsste noch nachgearbeitet werden.

Die beiden hinterließen jedenfalls ein mächtig beeindrucktes Publikum in der Nullfünf Lounge des Moselstadions.