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Statement eines Mitgliedes von Insane Ultra zur Coronakrise

Die derzeitige Coronakrise beschäftigt auch die aktive Fanszene. Uns erreichte ein interessantes Statement eines Mitglieds von Insane Ultra, das wir an dieser Stelle gerne dokumentieren:
Corona frisst Freiheit – Ein Volk paralysiert im Wach-Koma
Über die Zeit danach und der Schock über die schockierende Schockstarre einer ganzen Gesellschaft
Persönliche Gedanken, subjektive Gefühle und emotionale Sorgen – Von einem Mitglied von Insane Ultra
Auch wenn es nicht vernünftig sein mag, in diesen Zeiten über den Fußball nachzudenken, hoffen wir trotzdem, dass die große Solidarität, die in ganz Europa von den Ultras ausgeht, auch nach der Krise seitens der Öffentlichkeit nicht vergessen wird und die öffentliche Diskreditierung unserer Bewegung ein Ende findet. Sowohl medial als auch gesellschaftlich und politisch, doch nach Corona, ist es dann wie immer: dann gehts wieder um den Profit, Egozentrik und Gier, „die guten und die Bösen“, alle getrieben von Macht und Geld! Eine Gesellschaft gefangen in Ketten. Alle gegen alle. Wir Ultras am Rand! Wenn die erste Fackel nach einem Sieg die Gefühlsexplosion in der Abenddämmerung uns das unvergleichbare Glück beschert, dann sind Ultras wieder das Gesindel in der schmuddeligen Ecke und beim Springer Verlag das Futter für Seite eins!
In diesen reglementierten Mikrokosmos der individuellen alltäglichen Maxime passen wir nicht rein. Zu kritisch, deviant und unbequem sind wir Ultras. Zu freiheitlich das alltägliche Treiben. Das passt Söder, Merkel und Dreyer nicht ins Geschäft! Wir Ultras passen nicht rein ins Konzept der Bevormundung und ins politische Diktat der Regeln und des konservativen Siffs. Wir Ultras sind anders als der Mikrokosmos da draußen! Wirklich? Ich bezweifle es öfters als ich je dachte! Unkritisches Schweigen zu Themen wie Grenzschließungen, Drohenüberwachung oder Ausgangsbeschränkungen sind befremdlich! Das Verstummen zur Handyortung treibt mich in den Wahn, und Ultras ins Grab! Wenn wir nicht aufwachen, moralisiert, uns aufrappeln und zurück zu unseren Tugenden können, dann verraten wir unsere Ideale! Ja, es schockt mich, mehr als ein Corona Toter! Was geben wie auf? An Freiheit? Unverhältnismäßig und bigott. Wofür? Für die Rettung der alternden Menschheit? Der Altersdurchschnitt bei den Toten ist 86! Und nein: ich verharmlose keinen einzigen Todesfall! Das eine hat nix mit dem anderen zu tun! Gesundheit und ein langes Leben! Das wünschen wir uns. Das wünschen wir allen, denen wir uns nahe fühlen.
Dennoch frage ich mich, ob wir nicht gerade erleben, wie dieser Wunsch sich in eine Falle verwandelt.
Ob wir nicht mit dem Fortschreiten der medizinischen Möglichkeiten es für zu selbstverständlich halten, schwerste Erkrankungen und letztlich auch den Tod mit allen Mitteln, die häufig intensivmedizinische Mittel sind, zu bekämpfen, besser gesagt: hinauszuzögern.
Das Leben aber endlich!
Katja Suding, die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, hat die Sorge um unsere Freiheit und um unsere Freiheitsrechte vor wenigen Tagen auf den Punkt gebracht. “Was ist das Leben wert”, fragt sie, “wenn wir uns die Freiheit zu leben nehmen lassen?
Wenn wir eines Tages mit dem Strom schwimmen und nicht mehr gegen, dann ist der Ultra-Gedanke tot!
Nach der Pandemie ist (nichts) es wie es mal war. Das steht jetzt schon fest! Wenn es nicht mehr ums Überleben geht, dann setzt sich der stärkere Ellenbogen durch. Im Gedränge im Alltag, ob im Supermarkt oder im Job. Im Überlebenskampf, nur nicht mehr gegen ein Virus, sondern für mehr Geld! Abstand und Anstand dann ein Fremdwort! Solidarität, Respekt, Menschlichkeit, Mitgefühl und Nächstenliebe wohl nur noch im Duden zu finden! Bei uns Ultras die DNA des Lebens!
Ultra, anders! Nicht besser.
Leben heißt Ultra, Ultra heißt lieben! Nicht nur in Corona Zeiten! Ultra: Oft außen vor im Massen-Strudel, selten verstanden! Aber immer mit Herz und Liebe! Zur Stadt und ALL IHREN MENSCHEN!
Bleibt sehr aufmerksam und kritisch im Blick zu halten, dass das dieses Virus auf Dauer und in Zukunft nicht herhalten muss um als Staat und Verband langfristig nicht noch repressiver zu agieren. Sprich als angeblicher Schutz vor dem Virus und das dann mal die Fakten heißen: keine Auswärtsfans im Stadion, Verbot von Zugtouren, begrenzte Anzahl an Gästen, Bargeld in Stadion verboten, personalisierte Tickets usw. In diesen verrückten Zeiten alles möglich! Utopie? Utopie ist nicht mehr utopisch! Ein Virus macht alles möglich. Leider… Angst aktuell für die Menschen um mich herum stärker als die Angst um die Freiheit. Und wir Ultras mittendrin, wo bleibt das Hinterfragen? Rational betrachtet ja auch völliger Mist! Hilflose Überlegungen…
Zurück in die Vergangenheit mit Regio Süd und Nord?! Zuletzt liest man viel über die sportliche Überlegungen und viele Thesen wie die Saison zu Ende gehen soll. Viel Schund, vieles was kirre ist, hoffe mal, dass das Virus nicht herhalten muss um langfristig repressiver zu agieren.
Und zu Corona: ein Virus von Politik und Staat als Angstgeschwür um bewusst vor die Überwachungs-Keule zu spannen! Das Virus muss für alles herhalten, was die „Law & Order Getriebenen“ um Söder, Spahn und Seehofer dem Volk suggerieren!
Die nächste Bundestagswahl im Schatten und die AFD im Nacken, da geht man aufs Volle. Die Opposition in Schockstarre seit Beginn des Ausbruchs der Pandemie. Ein Hohn!
Doch: Bei dem von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplantem Gesetz zur Handyortung möglicher Corona-Infizierter sollten die Alarmglocken schrillen. Doch das Volk verstummt.
Energisch sollten wir Bürger vor dieser Methode aufschreien! Denn einen solch schwerwiegenden Eingriff in die Grundrechte wie die Handy-Ortung im Schnellverfahren durchs Gesetzgebungsverfahren zu peitschen macht mir mehr Angst als das Virus!!
Besorgniserregend, dass solch ein bedrohliches, undemokratisches und sogar vielleicht verfassungswidriges Instrument nicht einmal angerissen wird, in einer Stellungnahme des Zusammenschlusses „Fanszenen Deutschland“. Das Bündnis „Unsere Kurve“ hatte es ebenso wenig aufm Schirm in ihrem Statement zur aktuellen Situation. Auch Pro Fans schwieg. Schon traurig wenn man nicht mal als aktivste Fan-Bündnisse an einem Strang zieht! Und unerklärlich dass keiner es kritisch ansprach! Bedenklicher aber wenn fundamentale, uns Ultras und allen Fans DROHENDE Gefahren nicht zumindest mal kritisch erwähnt werden.
Corona spaltet uns wohl mehr als wir glauben? Und macht wohl träge, gemütlich, unkritisch und stumm?
Ein Virus verändert unser Leben. Und verändert uns mündige Bürger! Uns Ultras auch?
Um mit den mahnenden letzten Worten des ehemaligen luxemburgischen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Junckers aus seiner Abschiedsrede klar zu appellieren: „Prenez soin de l’Europe, combattez les nationalismes“ („Gebt Acht auf Europa, bekämpft den Nationalismus“)!
Doch die Gefahr kommt nicht nur von den extremen Rändern, denn auch aus der Mitte des politischen Establishments gibt es eine konkrete Gefahr, die unser kritisches Bewusstsein schärfen sollte! Und die freiheitliche Gesellschaft bedroht!
Eingriffe ins Leben eines Europas: Offenheit, grenzenlose Freiheit und gemeinsames Miteinander wird mit Füssen getreten! Die Folgen durch Corona zeigten es uns, klarer denn je: Der Staatsapparat agiert immer paternalistischer, mit Überwachung und gezielter Kontrolle jedes Einzelnen! Die Legitimität des „Big Brother“ Treibens im Kampf gegen ein Virus: ein undemokratischer Zustand! Das Gefühl das dieses Virus als Vorwand für mehr missbraucht wird lässt mich nicht los? Realistische Sorge oder irreale Verschwörungstheorie? Ungewiss…
Fest steht aber jetzt schon: der gegenwärtige Eingriff in die grundlegenden Bürger- und Freiheitsrechte geht bis ins innerste Mark einer offenen Gesellschaft Europas, die an der Grenze an Sauer, Our und Mosel aufhört: Das Ende der europäischen Idee?
Der Staat und seine Lakaien vergessen dabei Maß und Verstand sowie Gelebte europäische Freiheit, jenes was uns mitten im Herz Europas ausmachte!
Noch…, wie lange noch? Die Geschwindigkeit und die Wucht der kompletten 180 Grad Wende im Alltag, die Veränderung unserer Alltagsroutine und des gewohnten Lebens schocken mich. Mehr als alle anderen Bilder der Corona-Dramaturgie in Bild und Ton, die Medien täglich übersenden. Die Medien wirken leider genauso benommen in diesen verrückten Zeiten des Virus wie das Volk! Selbst die Opposition im Parlament sehr zahm… wenn nicht wir Ultras mal den Gegenwind auslösen, wer denn sonst? Es ist unsere Verantwortung und Pflicht zu reagieren und zu handeln! Ultra, gegen das System! Gegen das Virus!
„Das Grundprinzip unserer Freiheit ist die Freiheit des Willens, die viele im Munde führen, wenige aber verstehen.“-
Dante Alighieri
Gil – Insane Ultra
Dieser Text spiegelt die Meinung eines Mitglieds von Insane Ultra wider. Und ist wie gewohnt nur eine persönliche Meinung. Nicht die der gesamten Gruppe!

Interviewreihe “Watt sähste?” Teil 1

In unserer neuen Interviewreihe “Watt sähste?” möchten wir euch in regelmäßigen Abständen Personen aus der Fanszene und ihre besondere Verbindung zu Eintracht Trier vorstellen. Den Anfang macht heute ein Jäger und Sammler mit einem besonderen Hobby. Wenn ihr auch SVE-Fans kennt, die wir unbedingt mal interviewen sollten, dann meldet euch gerne bei uns. Nun erstmal viel Spaß beim Lesen und genießt den Feiertag!

Hallo Jäger und Sammler, vielen Dank zunächst einmal das du dir die Zeit nimmst uns ein paar Fragen zu deiner Sammelleidenschaft zu beantworten. Erzähl uns doch zunächst einmal wie du dazu gekommen bist Aufkleber zu sammeln:

Moien FP! Ich würde sagen, die Sammelleidenschaft wurde mir in die Wiege gelegt. Schon mein Vater sammelte so allerhand verschiedenster Schätze: Von Münzen bis hin zu Zeitungsartikeln über unsere Eintracht. Ja und wie man als kleiner Junge nun mal so ist, schaut man sich doch das meiste bei seinen Eltern ab. So hat alles im Alter von 10-11 Jahren irgendwie begonnen. Zunächst waren es aber nur Autogrammkarten. Weiter ging es mit Fußballtrikots, denn damals kickte ich sogar noch selbst bei unserer Eintracht. Mit dem Übertritt in die Faszination Fankultur ging es dann ans Eingemachte. Zur Anfangszeit standen sogar noch Buttons hoch im Kurs; die waren leicht zu bekommen und daher auch die ersten Schätze, die ich mir zulegte. Weiter ging es mit Seidenschals, sodass ich auch da so manchen Schatz mit meinen jungen Jahren mein Eigenen nennen konnte. Da all das aber mit der Zeit immer schwieriger wurde zu bekommen, stieg ich auf Aufkleber um. Da dürfte ich so um die 15-16 Jahre gewesen sein. Trier bzw. die Eintracht Fanszene war damals noch nicht so in der Materie Aufkleber vertreten. So handelte ich zuerst mit anderen Aufklebern aus den verschiedensten Teilen Deutschlands. Dreh und Angelpunkt war damals noch ultras.ws, wo es einen extra Thread gab, in dem alles getauscht wurde. Ja und so stieg ich dann ein in den Kosmos Ultraaufkleber. Zu Beginn natürlich mit einer richtig krassen Intensität, diese lies dann nach drei, vier Jahren etwas nach und die letzten Jahre stieg das Ganze dann wieder an. Es hat mittlerweile auch einen meditativen Charakter, man kann abschalten, sich an den neusten Motiven erfreuen und man ist so in seiner eigenen Welt. Entspannt halt und zeitlos!

Das ist ja ein ganz schön langer Zeitraum. Wie viele Kleber haben sich denn über die Jahre angesammelt und von welchen Fanszenen besitzt du die meisten? Was uns natürlich auch besonders interessiert: Wie viele Aufkleber aus der Trierer Fanszene befinden sich in deinem Besitz und gibt es noch Motive die dir fehlen?

Rückblickend betrachte ist es definitiv ein langer Zeitraum, der mit dem Eintritt in die aktive Szene einher ging. Aktuell bin ich bei 12.057 verschiedenen Aufklebern! In der aktiven Sammlerszene ist das allerdings eher „Abstiegskampf“. Dort gibt es Sammler, die sind schon bei 50.000, ein Sammler knackt jetzt alsbald auch die 100.000er Marke. Wie ihr also seht, bin ich kein Top Lad der Sammlerszene 😛 Liegt an den Jahren, in denen ich es hab ruhiger angehen lassen und nicht so aktiv getauscht habe wie aktuell. Aber ich denke in und um Trier dürfte ich damit die Spitze des Eisbergs sein 😀 Die Top drei Vereine sind Hamburg mit 558 Aufklebern, Dresden mit 479 Aufklebern und Dortmund mit 440 Aufklebern. In der Trierer Fanszene dürfte ich bis auf maximal drei, vier Stück alles haben, was jemals angeboten wurde. Die drei, vier fehlenden Motive wurde mir aber schon vom „Kunden“ versprochen. Laut seiner Aussage würde er mir diese bald besorgen – ich bin gespannt! Meinen Recherchen zu Folge sind es 230 verschiedene Motive, was im deutschlandweiten Vergleich auch eher im grauen Mittelfeld liegt. Im beschaulichen Trier mahlen die Mühlen halt etwas langsamer, wie wir ja alle wissen. Deshalb hat der große Aufkleber – Hype hier etwas zeitversetzt eingesetzt. Es gibt halt Szenen, die bringen alle zwei Wochen eine komplett neue Serie in hoher Stückzahl raus. Die großen Kurven Deutschlands haben natürlich auch eine viel höhere Abnehmerzahl. Dennoch ist das Thema meiner Meinung nach in der Trierer Szene nicht von so hoher Bedeutung wie evtl. anderorts.

 

Über 12000 Aufkleber, das klingt nach einer Menge Zeit und auch Geld das du dafür investiert haben musst. Wie genau kommst du denn an neue Aufkleber und kannst du uns grob verraten wie viel Zeit und Lowie dafür draufgehen?

Oh ja, Zeit sowie Geld sind da schon allerhand verbraucht worden. Wie viel Geld das aber jetzt insgesamt ist, das kann ich gar nicht sagen. Es ist halt wie mit allen Hobbys: Da es eine Herzensangelegenheit ist, achtet man da nicht so aufs Finanzielle. Der Zeitfaktor liegt bei guten 60 bis 90 Minuten pro Tag, an Wochenende ohne Fußball kann auch schon mal ein ganzer Tag drauf gehen. Das Einsortieren nimmt dabei mit Abstand die meiste Zeit in Anspruch, da man ja immer wieder abgleichen muss, ob man den Aufkleber schon hat oder halt nicht. Bei mittlerweile 14 Ordnern dauert das eben. Zudem muss man das übrige Tauschmaterial stets neu ablichten und in den jeweiligen Gruppen anpreisen. An neue Aufkleber komme ich auf unterschiedliche Weise. Einmal gibt es halt Tauschgruppen in den verschiedenen sozialen Medien. Hier wird dann das Doppelte angeboten und gegen Fehlendes getauscht. Auf der anderen Seite habe ich natürlich auch schon viele Leute geimpft, dass sie mir auf ihren Hoppingtouren neues Tauschmaterial mitbringen sollen. Das klappt bei einigen ganz gut, bei anderen eher weniger. 😉 Die dritte Variante ist, dass ich mir auf meinen Fußballtouren an den jeweiligen Verkaufsständen der Szene mein Material kaufe.

Gibt es spezielle Aufkleber, die dir besonders viel bedeuten und zu denen du uns eine Geschichte erzählen kannst?

Puh, da jetzt Aufkleber hervorzuheben ist nicht so einfach. Sicherlich sind die Aufkleber, die man selbst erworben hat, mit mehr Geschichte verbunden als die, die man getauscht hat. Wobei auch hier der ein oder andere Schatz dabei ist. Generell finde ich das kaufen beim jeweiligen Szenestand immer noch am coolsten und interessantesten, weil man auf der einen Seite die aktive Fankultur unterstützt und auf der anderen Seite zu sehen bekommt, wie das an anderen Standorten abläuft. Spontan würde ich die Aufkleber von Auslandstouren als „bedeutender“ einstufen, weil man oft anderen Kulturen und Sprachen ausgesetzt ist. Wobei das bis jetzt immer geklappt hat und die jeweiligen Menschen auch sehr freundlich und geduldig aufgetreten sind. Selbst beim Derby in Ljubljana war der Verkäufer tiefenentspannt als ich ihn da volltextete. Was mit der Zeit natürlich auch kommt ist, dass man immer wiederkehrende Tauschpartner hat, mit denen man sich dann auch abseits der „Materie Aufkleber“ trifft. Sowohl digital als auch real, wenn man z.B. gemeinsame Fußballtouren plant oder gezielt seinen Urlaub in die Gegend legt, in der derjenige wohnt, um sich dann auf ein Bier oder so zu treffen. Generell würde ich sagen, dass der Aufklebertausch eine andere/weitere Form des Austauschs ist. Klar man kontaktiert sich in erste Linie wegen der „Ware“, aber wenn die Chemie (In Leipzig nur Chemie!) stimmt, dann kommt man halt über Gott und die Fußballwelt ins Gespräch. Eine lustige Story fällt mir da allerdings ein. In der Anfangszeit bin ich mit Freunden nach Hamburg gefahren, um dem damaligen Dino der Bundesliga einen Besuch abzustatten. Natürlich wusste ich aus vorherigen Touren, dass es bei großen Szenen Verkaufsstände gibt. Ich habe mir dann im Volksparkstadion gedacht: „Dann mal nichts wie hin da und paar Aufkleber kaufen!“ Als ich dann nach längerem Suchen den Stand der CFHH fand und mich dort gerade eindeckte, brüllte von oben ein langer Typ nach unten: „Wir brauchen hier oben noch Helfer, um die Choreo vorzubereiten, packt mal mit an!“ Als ich mich dann zu dieser Person umdrehte, war es der legendäre Jojo der CFHH, der uns da gerade zum Mithelfen aufforderte. In dieser Situation mehr als witzig und für einen Grünschnabel wie mich natürlich ein absolutes Highlight. Oder aber auch als wir bei Ultras Darmstadt am Stand abgefeiert wurden und es paar Merchandising Artikel für lau gab. „Ey, wo kommt ihr her?“ Da wir uns nicht sicher waren, ob die Herrschaften Trier kennen würden und wir keine Böcke auf unnötige Nachfragen hatten, lautete unsere gemeinsame Antwort: „Luxemburg!“. Party on, vielleicht waren sie aber auch alle im Ganja Rausch zu diesem Zeitpunkt. Legendär war sicherlich auch, als ich beim Pokalspiel zwischen Jena und Union deren komplettes Inventar gekauft habe und die folgenden Stunden geschmückt wie ein Tannenbaum durchs Erst Abbe Sportfeld gestolpert bin. Bei Dynamo bediente mich zudem mal Lehmi, wobei ich Nachhinein sagen würde, dass das kein klassischer Ultras Dynamo Stand war, sondern irgendwas zwischen Fan – und Supportersshop.

 

Kann man sich das also ein Stück weit so vorstellen wie eine moderne Form des Briefmarkensammelns? Und können Ultraaufkleber zu Wertanlagen werden?

Definitiv, es ist das moderne Briefmarkensammeln. Positiver Nebeneffekt: Aufgrund der vielen Post, die tagein tagaus eintrudelt, wirft das Ganze immer ein paar Briefmarken ab. Ja, was da mittlerweile für Preise verlangt werden, für bestimmte Aufkleber – unnormal! Das Ganze ist auch sicherlich nicht mehr im Sinn der jeweiligen Szenen. Diese bieten die Aufkleber für faire Preise an und im Netz werden die drei– oder vierfachen Preise aufgerufen. Aber das ist bei allen Artikeln, die aus der Feder der Ultragruppen stammen so. Seidenschals der jeweiligen Hauptgruppen sind ebenfalls richtige Wertanlagen. Hierzu gibt es auch schon von einigen Szenen Stellungnahmen zu diesen Themen. Zudem ist es mittlerweile so, dass die Fälschermafia auf diesen Geschäftszweig aufgesprungen ist und richtig viele Fälschungen im Umlauf sind. Hiervon sind vor allem die Szeneschals betroffen, aber auch bei Aufklebern, die in der Regel seltener sind, sind solche Kopien im Umlauf. Wie ihr seht, ein wirklich komplexes Themenfeld dieses Aufkleber Ding.

Hast du dir ein Ziel gesetzt wie viele Aufkleber du mal besitzen möchtest und ab wann wird der Platz zuhause knapp?

Als Ziel habe ich mir eigentlich nur gesetzt, dass ich alle Aufkleber, die es in Trier gibt oder jemals geben wird, in meiner Sammlung haben möchte. Ansonsten bin ich da für alles offen. Aber ich gehe davon aus, dass ich auch früher oder später mein eigenes „Ankleidezimmer“ benötige, um einfach meiner Jäger- und Sammlerleidenschaft gerecht zu werden. Da es neben dem Hauptfeld Aufkleber noch ein, zwei weitere kleine Felder gibt, z.B. Schals oder auch Trikots. Aktuell passt es aber mit dem Platz noch, da ich ein eigenes Ikea Regal dafür abgezweigt habe und da noch ein paar freie Plätze zur Verfügung stehen. Ansonsten steuere ich jetzt ganz klar die 15.000er Grenze an. Durch Corona wird das Ganze natürlich nicht einfacher, da es nur begrenzt die Möglichkeit gibt, um Nachschub zu organisieren bzw. allgemein der Markt langsam ausdünnt.

Vielen Dank für diesen interessanten Einblick in eine außergewöhnliche Sammelleidenschaft. Die letzten Worte gehören dir:

Die berühmten letzten Worte! Na dann sage ich mal vielen Merci, dass ich hier ein bisschen was von meiner Leidenschaft mit euch teilen durfte und ihr diese Plattform ins Leben gerufen habt. Ich gehe doch mal stark davon aus, dass noch mehr solcher Gespräche in Zeiten von Corona geplant sind?! Auf jeden Fall eine feine Idee, die ihr so fortführen solltet. Ansonsten bleibt alle gesund, unterstützt weiterhin unsere Eintracht bei ihren Aktionen und hoffentlich sehen wir uns alle bald wieder live und in Farbe. Sollten sich Leser auf dieses Gespräch melden, die sagen, ich habe aber noch Motive, die du niemals haben kannst oder aber ihre Kleber nicht mehr brauchen sollten, dann immer her damit! 😉 Im FP abgeben und der Jäger und Sammler wird sich diesen annehmen. Außerdem möchte ich an dieser Stelle noch meiner Dame zu Hause für ihr Verständnis und ihre Geduld danken – Merci! Ansonsten bleibt nur noch zu sagen: Haltet die Stadt von anderen greilien Aufklebern sauber und erhaltet das Kulturgut Aufkleber!

 

Insane Ultra Soli-Aktion

Durch die Corona Pandemie lernen wir alle aktuell die Dinge zu schätzen, die uns besonders wichtig erscheinen, viel zu oft im Alltagsleben aber zur Normalität gehören und deshalb kaum Wertschätzung erfahren. In einer Grenzregion wie Trier zeigt sich dies besonders deutlich im täglichen Austausch mit Freunden, Arbeitskollegen und Bekannten aus Luxemburg, Frankreich und Belgien. All diese Länder sind aus Trier schneller erreicht, als die Landeshauptstadt in Mainz. Dies trägt dazu bei, dass der europäische Gedanke nicht nur gepredigt, sondern mit Leben gefüllt wird. Grenzen existieren dabei schon lange nur noch auf Karten und nicht mehr in den Köpfen. Um die Bedeutung eines freien Europas hervorzuheben wurden in Trier und Umgebung durch Insane Ultra verschiedene Spruchbänder angebracht. Darauf steht unter anderem zu lesen: „Europa heißt Freiheit, Freundschaft und Solidarität!“ Ein Statement, dem wir uns nur anschließen können und welches in Zeiten von geschlossenen Grenzen und Abschottung umso wichtiger erscheint.

Von besonderer Bedeutung für die Trierer Fanszene ist die grenzübergreifende Freundschaft in die Trierer Partnerstadt im französischen Metz. Dementsprechend war es für die Trierer Fanszene um Insane Ultra wichtig, eine Nachricht der Solidarität an ihre Freunde die Mosel hinauf in das vom Corona Virus arg gebeutelte Metz zu senden.

Wir dokumentieren im Folgenden die angebrachten Spruchbänder, sowie das Statement dazu von Insane Ultra:

 

Freundschaft ist grenzenlos – „Courage Frères Messins!“
Kraft und Mut für unsere Metzer Freunde!
Covid-19 hat unser vor Augen geführt wie kostbar das Leben ist! Ein Virus hat ganz Europa seit
Wochen im Griff!
Noch immer ist unser aller Alltag geprägt von den besonderen Umständen, die die Corona-Pandemie
mit sich bringen. Wir alle versuchen, ihn zu meistern. Fußball rückt da zwangsläufig in den Hintergrund.
Solidarität ist jetzt das Gebot der Stunde!
Nicht nur in Trier und Deutschland. Über die geschlossenen Grenzen hinaus. Die Zustände u.a. auch
in Frankreich oder Italien sind dramatisch!
Unsere Gedanken sind in diesen Tagen vor allem bei unseren Metzer Freunden, die mit traurigen
Schicksalen zu kämpfen haben. Mit Ängsten um ihre Familienangehörigen, Freunde und Bekannte!
Denn besonders schlimm und dramatisch traf die Pandemie die Region um Metz.
Die Region „Grand-Est“, zu der auch Lothringen gehört hat dramatische Tage hinter sich.
Das französische Gebiet der „Region Grand Est“ mit der höchsten Konzentration von Covid-19-Fällen
betroffen.
Allein hier sind insgesamt bereits fast 2300 Menschen am Coronavirus gestorben, davon in Lothringen
985 und die Hälfte davon stammt aus Metz und Umgebung.
Seit Anfang März sind mindestens 19000 infizierte Menschen in ganz Frankreich gestorben!
Die Krankenhäuser vor dem Kollaps und kein Ende in Sicht. So auch unsere Brüder und Schwestern
aus Metz, die mit dramatischen und schlimmen Verläufen konfrontiert sind. Und Erlebnissen, die unter
die Haut gehen!
Viele Brüder der „Ouest“ sind mit dem Virus in(direkt) konfrontiert: GG Mitglieder die intubiert im Koma
lagen, Gruppa Großeltern die verstarben oder Hool Eltern die im Koma auf der Intensivstation aktuell
um ihr Leben kämpfen.
Es zeigt wieder einmal: Verdammt, was ist der Fussball nur Nebensache, in diesem endlichen Leben.
Wir merken wieder einmal: Es ist jedes Mal ein Geschenk in der Kurve zu stehen! Mit deinen
Freunden in der Kurve zu stehen, ob Metz oder Trier, das schönste was das Leben dir schenkt! Diese
dunklen Tage, mit vielen Toten, sollten uns klar machen, diesen Moment noch mehr zu schätzen zu
wissen in Zukunft!
Die Warnungen der Mediziner in Lothringen klingen mit jedem Tag alarmierender.
Doch Trier hilft! So nahm das Brüder-Krankenhaus Patienten aus dem Grand Est auf, um als Zeichen
europäischer Solidarität zu helfen! Auch OB Leibe hat unseren Brüder aus Metz und der Trierer
Partnerstadt Hilfe zugesichert, um die Intensivstationen in den überfüllten Spitälern der Lorraine rund
um und in Metz zu entlasten!
Der ganze Verein EINTRACHT Trier, inklusive der ganzen aktiven Fanszene des SVE und wir Insane
Ultra zeigen Solidarität!
Und spenden Kraft in diesen dunklen Stunden des Leids, tristen Momenten der Tränen und bangen
Augenblicken der Hoffnung!
Auch in diesen schrecklichen bangen Stunden: Wir sind bei euch!
ZUSAMMEN STEHEN WIR DAS DURCH! IHR SEID NIEMALS ALLEIN!
TRIER – METZ FUR IMMER; AUCH IN DIESEN SCHWEREN TAGEN!
COURAGE AUX FRERES MESSINS!
„Le meilleur soutien dans les heures difficiles est la main d’un ami!“
In Gedanken sind wir ebenso bei den langjährigen Freunden der Ultras und Hools der Tribune Ouest
aus Metz, den Ultras der Curva Sud aus Vicenza!
„Una città intera e` più forte di un virus-
Ultras non perdono mai!
Ultras Curva Sud Vicenza: Never surrender!“

Gedanken eines Mitglieds von Insane Ultra über Covid-19 und die Folgen

Dieser Tage erreichte uns ein Text von einem Mitglied von Insane Ultra, der auch sicher in einem Inzine erschienen wäre, wenn es nicht so wäre, dass es  Heimspiele und Inzines gerade nicht gibt. Uns stimmte der Text sehr nachdenklich.  Der Bitte nach Veröffentlichung kommen wir daher natürlich gerne nach.

“Die Kugel ruht, leider und bis auf absehbare Zeit! Corona Virus und die Folgen bestimmen die Welt bis ins heimische Gefilde. Das letzte Heimspiel datiert vom 22. November 2019. Insane Ultras unabhängiges Kurvenflugblatt „InZine“ somit auch. Doch die Aktualität und der Kampf um‘s Ganze geht weiter!

Gedanken eines Mitglieds von Insane Ultra über Covid-19, den einschleichenden Freiheitsverlust und die fatalen Folgen…

Alle außer Rand und Band und wir Ultras ohne klaren Verstand?

Pandemie, Hysterie und Bigotterie –  Solidarität? Nur bis zur Grenze!

Vornweg die Frage: Kann eine Schließung von Ländergrenzen die Verbreitung des Virus eindämmen? Sind  diese in Einklang mit EU-Recht? Findet hier nicht eine Diskriminierung verschiedener EU-Bürger statt? So viel ist gewiss: Nein, Grenzschließungen – da sind sich Virologen einig – können die Verbreitung nicht eindämmen. Doch Aktionismus aktuell allgegenwärtig. Es geht ein Orkan der Einigkeit durch die BRD, die sprachlos macht! 97% laut ARD-Umfrage finden die Ausgangsbeschränkungen bzw. die Bewegungsreduzierung und Alltagsreglementierung richtig. Alle sind sich einig: Länderübergreifend, quer durch die politischen Horden und gesellschaftlich von Nordsee bis Alpen! Ein nie erlebter Freiheitsverlust. Und keiner „muckt“ auf.

Soli-Spruchbänder für die Helden unseres „Spiel des Jahres“ waren unsere Pflicht. Und gut! Die Malocher in den Krankenhäusern, an den Kassen im Discounter leisten einen Job, der Respekt verdient. Nicht nur in Corona Zeiten! Unser Dank und Respekt unsere soziale Verantwortung als Ultras.

Aber! Ich sehe einiges kritischer, als die Presse und viele um mich rum, doch bin ich alleine mit den Gedanken? Mein subjektives Gefühl sagt „JA!“. Das stimmt mich nachdenklich.

Die Folgen nach der Corona Pandemie und Hysterie umtreiben mich…

Die Corona-Pandemie hat zu Einschnitten in unsere Grundrechte geführt, die vor wenigen Wochen undenkbar waren: Unsere Bewegungsfreiheit ist extrem begrenzt. Unzählige Menschen dürfen ihre Berufe nicht mehr ausüben. Fußball ist nicht. Die Versammlungsfreiheit ist praktisch aufgehoben. Bei Verstößen drohen Bußgelder oder sogar Haftstrafen. Die Justiz, sonst Schutzschild unserer Rechte, ist auf einen Notbetrieb heruntergefahren. Und all das auf einer Grundlage, die sich auf ein Infektionsschutzgesetz stützt.

Die Gefährlichkeit des Corona-Virus ist ein gewichtiger Grund für die radikalen Maßnahmen der Regierung. Ich bin kein Mediziner. Doch selbst die wissen nicht was sie  da bekämpfen. Die Eingriffe ins Leben umso brutaler! Aber es ist nur ein schmaler Grat zwischen einem entschlossenen Vorgehen, um die Pandemie einzudämmen und der Demontage des Rechtsstaats im Schatten einer Krise.

Meine größte Befürchtung ist nicht der Virus sondern die Sehnsucht nach dem autoritären Staat, die sich bei einigen durchbricht.

Als Vorwand dient wohl  ein Virus für eine antifreiheitliche und antieuropäische Politik. Eine Politik die uns Ultras und alle die – wie wir freiheitlich daher kommen – nicht überleben würden! Auf lange Sicht.

Diese Entwicklungen sollten für uns zumindest eine Warnung sein, auch in Deutschland, genau hinzuschauen. Selbst bei uns wird die Politik nicht müde zu betonen: Die Einschränkungen können jederzeit verschärft werden. Die Pandemie ist in Deutschland längst noch nicht auf ihrem Höhepunkt, keiner weiß, was den Menschen – und der Freiheit! – noch droht.

Eingriffe in Grundrechte sind nur gerechtfertigt, wenn sie verhältnismäßig sind. Ob sie das sind, wir wissen es nicht. Noch nicht.

Es ist eine Situation wie wir sie, unsere jungen Ultra- Generation,  in Europa noch nie hatten. Ein Novum. Konkret: Grenzen dicht. Jene alltägliche Freiheit begraben. Billig tanken nit möglich. Kippen kaufen war mal! Mit Freunden durch die Straße gehen, verboten! Corona hat unseren Alltag durchgewirbelt. Eine  weitere Konsequenz: Grenzkontrollen. Und ein Alltag nach Vorschrift. Und das wegen einem Virus? Verrückt.  Ja, wir schreiben das Jahr 2020.  Freiheit aufgeben, und ein Virus ohne Plan bekämpfen. Keiner kennt das Virus aber Freiheit das erste Opfer.  Die Politik nur eins im Sinn: Einfach mal „machen“. Und zeigen, dass man was unternimmt. Doch bringt es was? Im Kampf gegen Covid-19. Im Kampf gegen die unsichtbare Gefahr. Ein Virus, das uns allen Angst macht.

Klar ist: Wir opfern viel. Und das um Menschenleben zu retten. Nur ob das gelingt, weiß keiner. Zumindest eine Maßnahme ist komplett hysterisch und purer Populismus für mich: Grenzschließungen! Die Grenzschließungen in Europa, die wie Pilze aus dem Boden schießen etwas, das mich umtreibt. Stellt euch vor, dies wird so bleiben? Übertreibe ich? Doch es herrscht Ausnahmezustand.  In ganz Europa. Dies im Kampf gegen das Corona Virus. Die geschlossenen Grenzen aber nun da. Im Kampf gegen ein Virus. Dies nur ein Vorwand? Oder hilfloser Aktionismus? Es wirkt so, und viel mehr sehe ich: Es dient als Vorwand all diejenigen zu befriedigen, die dies eh herbeisehnten. Orban, Gauland, Dobrindt, Salvini… Die absolute Kontrolle. Und der europäischen Gedanken von offenen Grenzen zu zerstören. Corona als Vorwand, von Orban bis CSU und AFD, all jenen die die EU mit ihrem Grundgedanken zerstören wollen. Diese Kontrollen, wie beispielsweise  auf dem Markusberg hier in Trier nur eins, absurd. Andere wurden direkt zu gemacht wie an der Sauer z.B. in Echternachbrück. Gravierend wie ich finde. Und dabei noch virologisch sinnlos. Und völliger Quatsch. Und politisch dumm. Einfach ein dummes Mittel, schlimmer aber: keiner schreit auf.

Polen, Tschechien, Luxemburg, Deutschland, ja fast alle sind dabei. Wenn es drum geht, Grenzkontrollen einzuführen. „Endlich!“ denkt sich manch einer der CSU. Ob denen die Corona Hysterie gelegen kommt? Man kann nur spekulieren…Wie so viele „nichts wissen“, aber „einfach mal machen“. Wirkt gut, Politik ein Drecksgeschäft. Im Kampf gegen Flüchtlingshorden, Islamisten, Kriminelle und Ultras, die in dem gleichen Topf am Brodeln sind, wenn man Seehofer, CSU und anderen immer wieder zuhört.

Konsequenz: Grenzgänger leiden, Staus die Folge und Sinn nicht vorhanden. Denn ums Corona geht es nicht wirklich, oder was bringt das Durchwinken auf dem Parkplatz Markusberg? Dazwischen gelbe  Kennzeichen kontrollieren und anders Aussehende links machen. Der Gedanke der Bigotterie bei der Bundespolizei: „Rettet die Welt. Ah ja es geht um Corona“, doch bis auf eine Festnahme, nicht gehört was man jetzt erreicht hat. Fiebrige dürfen ja rein, denn wer kontrolliert denn Körpertemperatur? Oder ob Husten?

Die Grundfreiheiten werden aber aufgegeben. Der Gesellschaft sagt man, „die da oben, der Staat“, hat alles im Griff. Es ist widerlich, finde ich, aber das Schweigen von uns Ultras und der Glaube an so Aussagen, ist schockierend. Lob für Pfleger und Kassierer gut! Doch dass die Bullen uns die Luft zum Atmen nehmen wird hingenommen! Und ich traue mich: ja ich finde es falsch! Wie ein Virus uns verwässert…. Wann ist wieder Normalität? Wann wieder die Grenzen offen? Wann ist das? Keiner weiß es! Aber Seehofer und Merkel haben was gemacht? Die Grenzen ja nicht auf ewig zu, irgendwann wieder offen…

Aber „wir haben was unternommen“. Applaus, Applaus! Berufspendler haben das Virus doch vielleicht an Bord, wer weiß das? Populismus in Krisenzeiten, das schlimmste was es gibt. So macht man die Leute unsicher. Der Preis, der dafür bezahlt wird, die aufgegebene Freiheit,  hoch. Warentransport darf auch rüber.  Doch das Virus unsichtbar. „Die dürfen, die nicht“ das Motto an der Grenze,  ja, Risiken minimieren. Doch nach welchem medizinischen Schema? Keiner weiß es. Wer weiß denn sowas, ein Rätsel das täglich spannend ist. Nicht nur im Fernsehen.

Mit einem Schlag wurde die größte Errungenschaft der „europäischen Idee“ mit Füßen getreten. Die Reisefreiheit. Offene Grenzen. Wenn die Krise mal rum ist, wacht vielleicht mal einer auf. Die Dummen, Schlauen, Kranken und Kaputten. Die Toten nicht mehr.

Und wenn die Krise rum ist, dann haben wir hoffentlich gemerkt, dass offene Grenzen über einem Virus stehen. Und der hilflose Kampf gegen ein Virus, nie wieder als Vorwand genutzt werden darf, um der Menschheit zu verklickern, „Wir machen ja was. Und geschlossene Grenzen haben geholfen…“. Wer glaubt denn sowas? Kritischer Ultra-Geist, ob du dann noch bei uns bist? Ungewiss, wie so vieles…

 

Europa und Freiheit ist nicht verhandelbar!

 

Ultra heißt: FREIHEIT!

 

SOLIDARITÄT IN CORONA ZEITEN HEISST FREIHEIT UND OFFENE GRENZEN!

 

Trier-Metz, nichts kann uns trennen!

Gil – INSANE ULTRA

Dieser Text spiegelt die Meinung eines Mitglieds von Insane Ultras wider. Und ist wie gewohnt nur eine persönliche Meinung. Nicht die der gesamten Gruppe!”