Zivilcouragetraining

„Zivilcourage im Sport. Gesicht zeigen gegen die Unkultur des Wegschauens bei diskriminierenden und rassistischen Äußerungen und Handlungen.“

Ein kostenloses Trainingsangebot für

  • Trainer/Jugendtrainer,
  • Vereine
  • Jugendmannschaften,
  • Schulklassen und
  • Interessierte allen Alters

„Du spielst wie eine Schwuchtel!“ oder auch „Hol dem Schwarzen den Ball ab!“
Sätze, die mal schnell im Spielbetrieb dahin gesagt werden, ohne sich im Klaren zu sein, wie sie bei den Betroffenen ankommen können. Oft war es ja auch nicht so gemeint und eigentlich wollte man auch keinen persönlich beleidigen.
Wie gehe ich nun als Trainer oder Mitspieler mit solchen Aussagen um? Sollte ich eventuell meine eigenen Worte überdenken? Das Fanprojekt Trier bietet mit seinem Trainingsangebot „Zivilcourage“ hierzu eine Hilfestellung an.

Im Rahmen unseres 4-stündigen, kostenlosen Trainings sollen Teilnehmer dazu angeregt werden, stärker Gesicht zu zeigen, um so einen kleinen Beitrag zur Überwindung der Unkultur des Wegschauens bei diskriminierenden und rassistischen Äußerungen und Handlungen zu leisten. Dazu werden handlungskompetenzfördernde Rollenspiele und Übungen angeboten, aber auch theoretische Grundlagen. Die Lerninhalte bieten Anlässe für Reflexion des eigenen Handelns und Austausch mit den anderen Lerngruppenmitgliedern.

Ziele des Trainings „Zivilcourage“:

  • „Gesicht zeigen“ und sich verantwortlich einmischen.
  • einen kleinen Beitrag gegen die „Unkultur“ des Wegschauens leisten.
  • entsprechende Wertvorstellungen entwickeln und bestärkt diese auch zu „leben“
  • offener zu seiner Meinung zu stehen, auch wenn sie mal nicht genehm ist
  • erkennen, dass Schweigen als Zustimmung gewertet wird.

Training im Überblick

Einstieg
  • Gegenseitiges Kennen lernen, Erwartungsklärung der Teilnehmer
  •  „Was heißt Zivilcourage?“ ; Situationen, die Zivilcourage erfordern
Schwerpunkt 1:
Umsetzung und Anwendung von Verhaltensregeln durch Übungen
  • Übungen (z.B. Rollenspiel) als Ausgangspunkt für eine Diskussion über richtiges Verhalten in diskriminierenden und rassistischen Situationen
  • Meine Wirkung als Zuschauer bei diskriminierenden und rassistischen Äußerungen
  • positive/negative Verhaltensweisen in selbst gewählten Situationen
Schwerpunkt 2:
Konkrete persönliche Handlungsplanung
  • Entwicklung von persönlichen Handlungsstrategien in diskriminierenden und rassistischen Situationen (Festlegung von verbindlichen Reaktionsweisen)
Abschluss
  • Reflexion des Trainings
  • Transfer in den „Fußball-Alltag“
  • eventuell Vorstellung einer Gruppenarbeit (z.B. Banner, Spruchband etc.)