Fußballturnier „Kick for Colours“

Das positive Presseecho über unser Fußballturnier „Kick for Colours“ möchten wir euch nicht vorenthalten. Deshalb hier noch einmal der Presseartikel des Trierischen Volksfreund vom 13.09.2016.

„Platz 1 für Flüchtlingsteam aus Konz
Exhaus und Schmit-Z organisierten erstes Kick-for-Colours-Turnier mit elf Mannschaften

KFC_Bild2(Trier) Es lebe der Sport: Engagiert und ehrgeizig haben rund 60 Fußballer um den Sieg beim ersten Kick-for-Colours-Turnier gekämpft. Im Trierer Palastgarten spielten elf Mannschaften, darunter auch einige Flüchtlingsteams. Im Vordergrund standen Spaß und Fairness.

Trier. Rund 60 Jugendliche und junge Erwachsene wärmen sich gemeinsam für das Turnier auf. Es werden Bälle hin und her geschossen, Kopfbälle trainiert und das ein oder andere Kunststück gezeigt. Die Spieler lachen und freuen sich auf spannende und faire Duelle. Zum ersten Mal organisiert das Exhaus Trier mit dem schwul-lesbischen Zentrum Schmit-Z das Fußballturnier im Palastgarten. Unter dem Motto „Kick for Colours“ haben sich elf Teams zum bunt-gemischten Wettkampf angemeldet.
„Wir stehen im Kontakt mit dem Exhaus und dem Schmit-Z. So haben wir vom Turnier erfahren. Wir spielen in keinem Verein und machen aus Spaß mit“, erzählt Lukas Harmeling (26) aus Trier. Sein Teamkollege vom „Rosa Salon“, Andreas Stahl (24), ergänzt: „Wir haben unsere ersten beiden Spiele mit 1:0 und 2:1 gewonnen. Es hat uns echt verwundert, was hier auf die Beine gestellt wurde.“
Bei strahlendem Sonnenschein geht es sportlich heiß her. Alle Spieler sind mit Ehrgeiz und sportlichem Elan dabei. Sie werfen sich in die Zweikämpfe, achten aber auch auf Fairness. So foult ein Spieler aus Versehen seinen Gegner, der zu Boden fällt. Er reicht ihm jedoch die Hand, hilft ihm beim Aufstehen und entschuldigt sich. Dieses Verhalten gefällt Organisator Dirk Mentrop vom Exhaus: „Wir hoffen auf faire Spiele, bei denen der Sport im Mittelpunkt steht. Am schönsten wäre es, wenn wir die Schiedsrichter nicht hören müssten.“
Ziel des Turniers ist es, mit verschiedensten Menschen zusammen Fußball zu spielen. Unter den elf teilnehmenden Mannschaften beteiligen sich auch Flüchtlingsteams. Diese zeigen auf dem Feld besonders, was sie können, und überraschen damit ihre Gegenspieler. „Fußball ist Integration. Hier ist es egal, welcher Nationalität, Religion oder sexueller Orientierung du angehörst. Wir möchten Vorurteile abbauen und Spaß haben“, sagt Mentrop.
Zufrieden, aber außer Atem schauten die Spieler der Mannschaft „Bolzplatz 2“ dem Treiben zu. Sie hatten gerade ihr zweites Spiel bestritten und gewonnen: „Wir spielen jeden Sonntag auf dem Bolzplatz im Gartenfeld. Fußball ist unser Hobby, wir sind keine Profis“, sagt Janosch Molnar (45) aus Trier. Der 23-jährige Lukas Oberhein merkt an: „Janosch spielt aber wie ein 30-Jähriger.“
Einige Passanten bleiben neugierig stehen und schauen dem bunten Treiben im Schatten des Kurfürstlichen Palais zu. Jede der elf Mannschaften musste in der Vorrunde mindestens fünf Duelle absolvieren. Schließlich ging es in den Finalspielen um die ersten Plätze (siehe Extra). Mentrop wünscht sich, dass sich dieses Turnier etabliert: „Es wäre schön, wenn wir den Wettkampf regelmäßig organisieren könnten. Spieler und vor allem junge Flüchtlinge knüpfen Kontakte, spielen und feiern zusammen.“
Extra
Dirk Mentrop betont: „Uns ist es wichtig, dass Sieger und Verlierer mit dem Turnier zufrieden sind. Es geht um das Miteinander.“ Nach fünf Stunden Fußball standen dann die Siegerteams fest: 1. Platz: Team Konz Asyl II. 2. Platz: Team Rosa Salon. 3. Platz: Team Palais. Die Mannschaften erhielten neben Fußbällen jeweils einen Pokal und T-Shirts der Fritz-Walter-Stiftung. Alle Teilnehmer konnten sich zudem über Medaillen freuen. Manuel Bleh 13.09.2016″