Gedanken eines Mitglieds von Insane Ultra über Covid-19 und die Folgen

Dieser Tage erreichte uns ein Text von einem Mitglied von Insane Ultra, der auch sicher in einem Inzine erschienen wäre, wenn es nicht so wäre, dass es  Heimspiele und Inzines gerade nicht gibt. Uns stimmte der Text sehr nachdenklich.  Der Bitte nach Veröffentlichung kommen wir daher natürlich gerne nach.

“Die Kugel ruht, leider und bis auf absehbare Zeit! Corona Virus und die Folgen bestimmen die Welt bis ins heimische Gefilde. Das letzte Heimspiel datiert vom 22. November 2019. Insane Ultras unabhängiges Kurvenflugblatt „InZine“ somit auch. Doch die Aktualität und der Kampf um‘s Ganze geht weiter!

Gedanken eines Mitglieds von Insane Ultra über Covid-19, den einschleichenden Freiheitsverlust und die fatalen Folgen…

Alle außer Rand und Band und wir Ultras ohne klaren Verstand?

Pandemie, Hysterie und Bigotterie –  Solidarität? Nur bis zur Grenze!

Vornweg die Frage: Kann eine Schließung von Ländergrenzen die Verbreitung des Virus eindämmen? Sind  diese in Einklang mit EU-Recht? Findet hier nicht eine Diskriminierung verschiedener EU-Bürger statt? So viel ist gewiss: Nein, Grenzschließungen – da sind sich Virologen einig – können die Verbreitung nicht eindämmen. Doch Aktionismus aktuell allgegenwärtig. Es geht ein Orkan der Einigkeit durch die BRD, die sprachlos macht! 97% laut ARD-Umfrage finden die Ausgangsbeschränkungen bzw. die Bewegungsreduzierung und Alltagsreglementierung richtig. Alle sind sich einig: Länderübergreifend, quer durch die politischen Horden und gesellschaftlich von Nordsee bis Alpen! Ein nie erlebter Freiheitsverlust. Und keiner „muckt“ auf.

Soli-Spruchbänder für die Helden unseres „Spiel des Jahres“ waren unsere Pflicht. Und gut! Die Malocher in den Krankenhäusern, an den Kassen im Discounter leisten einen Job, der Respekt verdient. Nicht nur in Corona Zeiten! Unser Dank und Respekt unsere soziale Verantwortung als Ultras.

Aber! Ich sehe einiges kritischer, als die Presse und viele um mich rum, doch bin ich alleine mit den Gedanken? Mein subjektives Gefühl sagt „JA!“. Das stimmt mich nachdenklich.

Die Folgen nach der Corona Pandemie und Hysterie umtreiben mich…

Die Corona-Pandemie hat zu Einschnitten in unsere Grundrechte geführt, die vor wenigen Wochen undenkbar waren: Unsere Bewegungsfreiheit ist extrem begrenzt. Unzählige Menschen dürfen ihre Berufe nicht mehr ausüben. Fußball ist nicht. Die Versammlungsfreiheit ist praktisch aufgehoben. Bei Verstößen drohen Bußgelder oder sogar Haftstrafen. Die Justiz, sonst Schutzschild unserer Rechte, ist auf einen Notbetrieb heruntergefahren. Und all das auf einer Grundlage, die sich auf ein Infektionsschutzgesetz stützt.

Die Gefährlichkeit des Corona-Virus ist ein gewichtiger Grund für die radikalen Maßnahmen der Regierung. Ich bin kein Mediziner. Doch selbst die wissen nicht was sie  da bekämpfen. Die Eingriffe ins Leben umso brutaler! Aber es ist nur ein schmaler Grat zwischen einem entschlossenen Vorgehen, um die Pandemie einzudämmen und der Demontage des Rechtsstaats im Schatten einer Krise.

Meine größte Befürchtung ist nicht der Virus sondern die Sehnsucht nach dem autoritären Staat, die sich bei einigen durchbricht.

Als Vorwand dient wohl  ein Virus für eine antifreiheitliche und antieuropäische Politik. Eine Politik die uns Ultras und alle die – wie wir freiheitlich daher kommen – nicht überleben würden! Auf lange Sicht.

Diese Entwicklungen sollten für uns zumindest eine Warnung sein, auch in Deutschland, genau hinzuschauen. Selbst bei uns wird die Politik nicht müde zu betonen: Die Einschränkungen können jederzeit verschärft werden. Die Pandemie ist in Deutschland längst noch nicht auf ihrem Höhepunkt, keiner weiß, was den Menschen – und der Freiheit! – noch droht.

Eingriffe in Grundrechte sind nur gerechtfertigt, wenn sie verhältnismäßig sind. Ob sie das sind, wir wissen es nicht. Noch nicht.

Es ist eine Situation wie wir sie, unsere jungen Ultra- Generation,  in Europa noch nie hatten. Ein Novum. Konkret: Grenzen dicht. Jene alltägliche Freiheit begraben. Billig tanken nit möglich. Kippen kaufen war mal! Mit Freunden durch die Straße gehen, verboten! Corona hat unseren Alltag durchgewirbelt. Eine  weitere Konsequenz: Grenzkontrollen. Und ein Alltag nach Vorschrift. Und das wegen einem Virus? Verrückt.  Ja, wir schreiben das Jahr 2020.  Freiheit aufgeben, und ein Virus ohne Plan bekämpfen. Keiner kennt das Virus aber Freiheit das erste Opfer.  Die Politik nur eins im Sinn: Einfach mal „machen“. Und zeigen, dass man was unternimmt. Doch bringt es was? Im Kampf gegen Covid-19. Im Kampf gegen die unsichtbare Gefahr. Ein Virus, das uns allen Angst macht.

Klar ist: Wir opfern viel. Und das um Menschenleben zu retten. Nur ob das gelingt, weiß keiner. Zumindest eine Maßnahme ist komplett hysterisch und purer Populismus für mich: Grenzschließungen! Die Grenzschließungen in Europa, die wie Pilze aus dem Boden schießen etwas, das mich umtreibt. Stellt euch vor, dies wird so bleiben? Übertreibe ich? Doch es herrscht Ausnahmezustand.  In ganz Europa. Dies im Kampf gegen das Corona Virus. Die geschlossenen Grenzen aber nun da. Im Kampf gegen ein Virus. Dies nur ein Vorwand? Oder hilfloser Aktionismus? Es wirkt so, und viel mehr sehe ich: Es dient als Vorwand all diejenigen zu befriedigen, die dies eh herbeisehnten. Orban, Gauland, Dobrindt, Salvini… Die absolute Kontrolle. Und der europäischen Gedanken von offenen Grenzen zu zerstören. Corona als Vorwand, von Orban bis CSU und AFD, all jenen die die EU mit ihrem Grundgedanken zerstören wollen. Diese Kontrollen, wie beispielsweise  auf dem Markusberg hier in Trier nur eins, absurd. Andere wurden direkt zu gemacht wie an der Sauer z.B. in Echternachbrück. Gravierend wie ich finde. Und dabei noch virologisch sinnlos. Und völliger Quatsch. Und politisch dumm. Einfach ein dummes Mittel, schlimmer aber: keiner schreit auf.

Polen, Tschechien, Luxemburg, Deutschland, ja fast alle sind dabei. Wenn es drum geht, Grenzkontrollen einzuführen. „Endlich!“ denkt sich manch einer der CSU. Ob denen die Corona Hysterie gelegen kommt? Man kann nur spekulieren…Wie so viele „nichts wissen“, aber „einfach mal machen“. Wirkt gut, Politik ein Drecksgeschäft. Im Kampf gegen Flüchtlingshorden, Islamisten, Kriminelle und Ultras, die in dem gleichen Topf am Brodeln sind, wenn man Seehofer, CSU und anderen immer wieder zuhört.

Konsequenz: Grenzgänger leiden, Staus die Folge und Sinn nicht vorhanden. Denn ums Corona geht es nicht wirklich, oder was bringt das Durchwinken auf dem Parkplatz Markusberg? Dazwischen gelbe  Kennzeichen kontrollieren und anders Aussehende links machen. Der Gedanke der Bigotterie bei der Bundespolizei: „Rettet die Welt. Ah ja es geht um Corona“, doch bis auf eine Festnahme, nicht gehört was man jetzt erreicht hat. Fiebrige dürfen ja rein, denn wer kontrolliert denn Körpertemperatur? Oder ob Husten?

Die Grundfreiheiten werden aber aufgegeben. Der Gesellschaft sagt man, „die da oben, der Staat“, hat alles im Griff. Es ist widerlich, finde ich, aber das Schweigen von uns Ultras und der Glaube an so Aussagen, ist schockierend. Lob für Pfleger und Kassierer gut! Doch dass die Bullen uns die Luft zum Atmen nehmen wird hingenommen! Und ich traue mich: ja ich finde es falsch! Wie ein Virus uns verwässert…. Wann ist wieder Normalität? Wann wieder die Grenzen offen? Wann ist das? Keiner weiß es! Aber Seehofer und Merkel haben was gemacht? Die Grenzen ja nicht auf ewig zu, irgendwann wieder offen…

Aber „wir haben was unternommen“. Applaus, Applaus! Berufspendler haben das Virus doch vielleicht an Bord, wer weiß das? Populismus in Krisenzeiten, das schlimmste was es gibt. So macht man die Leute unsicher. Der Preis, der dafür bezahlt wird, die aufgegebene Freiheit,  hoch. Warentransport darf auch rüber.  Doch das Virus unsichtbar. „Die dürfen, die nicht“ das Motto an der Grenze,  ja, Risiken minimieren. Doch nach welchem medizinischen Schema? Keiner weiß es. Wer weiß denn sowas, ein Rätsel das täglich spannend ist. Nicht nur im Fernsehen.

Mit einem Schlag wurde die größte Errungenschaft der „europäischen Idee“ mit Füßen getreten. Die Reisefreiheit. Offene Grenzen. Wenn die Krise mal rum ist, wacht vielleicht mal einer auf. Die Dummen, Schlauen, Kranken und Kaputten. Die Toten nicht mehr.

Und wenn die Krise rum ist, dann haben wir hoffentlich gemerkt, dass offene Grenzen über einem Virus stehen. Und der hilflose Kampf gegen ein Virus, nie wieder als Vorwand genutzt werden darf, um der Menschheit zu verklickern, „Wir machen ja was. Und geschlossene Grenzen haben geholfen…“. Wer glaubt denn sowas? Kritischer Ultra-Geist, ob du dann noch bei uns bist? Ungewiss, wie so vieles…

 

Europa und Freiheit ist nicht verhandelbar!

 

Ultra heißt: FREIHEIT!

 

SOLIDARITÄT IN CORONA ZEITEN HEISST FREIHEIT UND OFFENE GRENZEN!

 

Trier-Metz, nichts kann uns trennen!

Gil – INSANE ULTRA

Dieser Text spiegelt die Meinung eines Mitglieds von Insane Ultras wider. Und ist wie gewohnt nur eine persönliche Meinung. Nicht die der gesamten Gruppe!”