75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Gedenkveranstaltung von Eintracht Trier, Fanprojekt Trier und Supporters Club Trier


Trier, 27.01.2020. Anläßlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz fand auf dem jüdischen Teil des Hauptfriedhof in Trier eine Gedenkveranstaltung statt, zu der der Verein Eintracht Trier, das Fanprojekt Trier sowie der Supporters Club Trier gemeinschaftlich aufgerufen hatten.
Am Denkmal für die Opfer der Gewaltherrschaft von 1933-1945 sprach Geschäftsstellenleiter Björn Berens über die Schuld, die auch die „Fußballfamilie“ auf sich geladen hatte. Über Ausgrenzung, Mitläufertum bis hin zur Verfolgung und Ermordung. Allen Opfern, Überlebenden und Ihren Familien gilt es in Demut, Respekt und Mitgefühl zu gedenken. Auch stehen wir in der Pflicht, und gerade im Fußball, uns gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zur Wehr zu setzen. Der Fußball könne mit gutem Beispiel voran gehen, denn er kann verbinden, Schutz bieten und auch ein Zuhause sein.

Lukas Keuser, Leiter des Fanprojektes Trier, wies noch einmal auf die Dimension der „Mordmaschinerie“ Auschwitz hin und erinnerte an die 21 000 Roma und Sinti, die in Auschwitz ermordet wurden. Sowohl den Opfern, aber auch allen Mutigen, die ihr Leben riskierten, um Widerstand gegen das NS-Regime zu leisten und Verfolgte versteckten und beschützten, gilt es in dieser Veranstaltung zu gedenken. Zu danken ist auch den Allierten, die dem nationalsozialistischen Terrorregime ein Ende setzten.
Das Gedenken und Erinnern ermahne uns, das Auschwitz nie wieder sein darf. Dafür ist es wichtig entschlossen entgegenzutreten, wenn Menschen antisemitisch, antiziganistisch oder in irgendeiner anderen Weise diskriminiert werden.

Mit der Initiative Erinnerungstag im deutschen Fußball „!Nie Wieder“, in dessen Rahmen die Veranstaltung statt fand, werde jedes Jahr von der Bundesliga bis in die Amateurklassen ein wichtiges und starkes Zeichen gesetzt. Lukas Keuser betonte auch die integrierende und verbindende Funktion des Fußballs.