Reise ins ukrainische Synelnykove

In der vergangenen Woche nahm Lukas als Vertreter des Fanprojekts an einer Ukrainereise Teil, auf die wir nun gerne etwas ausführlicher zurückblicken. Die Fankurve Ost organisiert bereits seit einigen Jahren einen deutsch/ukrainisch/russisch/weißrussischen Austausch im Fußballkontext und zeichnete sich auch für diese Reise verantwortlich. Gefördert durch das auswärtige Amt ging es für 5 Tage in die Ukraine, wobei der Fokus auf der Stadt Synelnykove im Osten des Landes lag. In Synelnykove engagieren sich einige Personen für den Aufbau eines Fanprojektes beim lokalen Verein, der aktuell im Amateurbereich spielt. Somit lag der Fokus auf dem Austausch mit den Kollegen vor Ort, sowie der Unterstützung bei verschiedensten relevanten Terminen.

Dazu sei gesagt, dass Fanprojekte in der Ukraine keine Selbstverständlichkeit darstellen wir bei uns. Synelnykove kann dabei als Leuchtturmprojekt angesehen werden, es agiert ohne finanzielle Zuschüsse auf ehrenamtlicher Basis. Während unseres Aufenthaltes nahmen wir an verschiedensten Treffen mit relevanten Persönlichkeiten und Organisationen aus der Stadt teil. Unter anderem trafen wir Vertreterinnen des Stadtrates, der Staatsanwaltschaft, der Polizei, aber auch NGOs wie z.B. einen Verein, welcher sich für Rechtsschutz von Personen einsetzt die dazu keine finanziellen Mittel besitzen. Außerdem besuchten wir eine Schule, ein Internat und selbstverständlich auch den Fußballverein aus Synelnykove. Dabei wurden wir immer äußerst offen und herzlich empfangen und konnten spannende Gespräche führen. Als Lukas über Trier berichtete wurde kurzerhand noch die Karl Marx Statue aus Synelnykove gesucht um diese stolz zu präsentieren.

Auch der Austausch mit einem Veteranen aus dem aktuellen Krimkrieg war sehr interessant, da man über diesen Krieg in deutschen Medien nur kaum etwas erfährt. So befindet sich Synelnykove keine 300 km von der Front entfernt und überall im Land merkt man, dass sich die Ukraine im Krieg befindet. Auch der Aufenthalt in Kiew war äußerst interessant und die Stadt hat kulturell einiges zu bieten. Mit vielen spannenden Eindrücken und neuen Bekanntschaften ging es zurück nach Trier. Es wird sicherlich nicht die letzte Reise in die Ukraine gewesen sein und wir hoffen den Austausch weiter zu intensivieren. Dem Fanprojekt Synelnykove wünschen wir viel Erfolg und einen guten Start!