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Lauftreff des Fanprojektes

Ab sofort bieten wir jetzt jeden Freitag von 18.00 bis 19.00 Uhr einen Lauftreff für alle Fans der Eintracht an. Treffunkt ist wie gesagt 18.00 vor dem Haupteingang am Moselstadion.
Gelaufen wird ca 3-4 Runden, was ungefähr 5 km entspricht.
Wer etwas für seine Kondition bzw. etwas gegen seine Pfunde tun will, kann gerne teilnehmen.

Wir möchten euch aber bitten, uns kurz per Mail mitzuteilen ob ihr kommt: fanprojekt@exhaus.de

Euer FP-Team

Fanabend im Fanprojekt

SCT und Fanprojekt laden zum Fanabend am 03.11 ein

Der SCT (Supporters Club Trier) und das Fanprojekt Trier laden am kommenden Donnerstag, den 03.11. zu einem Fanabend in lockerer Atmosphäre ein. Zu dem gemeinsamen Abend werden Thomas Kraus, Michael Dingels und Kapitän Thomas Drescher aus der Profimannschaft erwartet.
Unter der Moderation von Benjamin Judith habt ihr Fans Gelegenheit in einer offenen Gesprächsrunde die Spieler kennenzulernen, Fragen zu stellen sowie euch beim Tisch-kicker und Dartspiel mit ihnen zu messen.
Beginn ist um 20 Uhr im Fanprojekt in der Metternichstraße, eine genaue Anfahrtsskizze findet ihr unter www.fanprojekt-trier.de.
Jeder Fan und Interessierte ist herzlich eingeladen, genauere Infos gibt es wie immer beim SCT-Stand in der Ostkurve oder auf unserer Facebookseite (http://www.facebook.com/pages/Supporters-Club-Trier-2001/139439002789322) .
Wir würden uns über euren Besuch freuen und hoffen einen informativen, aber ungezwungenen Abend!
Supporters Club Trier 2001 und Fanprojekt Trier

Fanprojekt Statement zu Fortuna Köln

Bericht aus Sicht des Fanprojekts zu den Vorfällen rund um das Regionalliga Spiel Fortuna Köln – SV Eintracht Trier 05 (04.09.2011)

Am 6. Spieltag gastierte die Trierer Eintracht bei Fortuna Köln. Nach der vorangegangen Heimspielniederlage gegen Fortuna Düsseldorf II war die Freude groß, als der Schiedsrichter das Spiel abpfiff und die Eintracht mit einem 3:1 als Sieger vom Platz ging. Leider wurde die Freude über den Sieg überschattet durch Vorkommnisse am Stadionausgang nach dem Spiel. Nach einem Gerangel zwischen Fans und Ordnern war die Polizei gezwungen einzugreifen und mit massivem Einsatz von Pfefferspray die Situation zu bereinigen. Mehrere Fans mussten sich anschließend vom anwesenden Sanitätsdienst behandeln lassen.
Doch der Reihe nach – zunächst eine Schilderung der Situation und des Ablaufs aus unserer Sicht. Und – viel wichtiger – Alternativvorschläge, um ähnlichen Situationen zukünftig einen anderen Verlauf zu geben.
Nach der Ankunft in Köln gab es am Kassenhäuschen die erste Überraschung. Es gab keine unterschiedlich teuren Sitz- und Stehplatzkarten. Im Gästebereich waren daher eine komplette Kurve mit Stehplätzen und ein kleiner Abschnitt mit überdachten Sitzplätzen frei zugänglich – sozusagen freie Platzwahl. Die Ultras aus Trier wählten als Standort die unteren Reihen im Sitzplatzbereich, was sicherlich auch mit der Akustik zu tun hat, die sich unter einem Stadiondach entfalten kann. Beim Support während des Spiels wurde auf den Sitzschalen gestanden und gehüpft. Dabei gingen einige Sitzschalen zu Bruch. Aufgrund dieser defekten Sitzschalen kam es beim Verlassen des Stadions zu einem Gerangel, da der Ordnungsdienst ohne vorherige Ansprache die vermeintlichen Übeltäter beim Verlassen des Stadions einfach aus der Menge zog. Dies wiederum wollten andere Fans nicht akzeptieren und es kam zum Handgemenge. Die Polizei bereinigte die unübersichtliche Situation mit massivem Einsatz von Pfefferspray. Da zu diesem Zeitpunkt auch viele Fans das Stadion verließen, die weder mit defekten Sitzschalen noch mit dem Handgemenge mit den Ordnern etwas zu tun hatten, wurden hier viele vollkommen Unbeteiligte zu Leidtragenden des Pfeffersprayeinsatzes.
Unter anderem aufgrund der örtlichen Gegebenheiten war es vielen Unbeteiligten gar nicht möglich sich der Situation zu entziehen. Anschließend war der Polizei sehr daran gelegen, die Fans aus Trier möglichst schnell zur Abreise zu bewegen. Dabei kam es immer wieder zu kleineren verbalen Auseinandersetzungen und Pfeffersprayeinsätzen.
An dieser Stelle sind mehrere Aspekte klar hervorzuheben:

1.Sitzschalen sind, wie der Name schon sagt, zum Sitzen da. Es ist daher nicht in Ordnung Sitzschalen durch Hüpfen zu beschädigen und sich dann einfach aus dem Staub zu machen. Darüber hinaus sollte auch an die Fans gedacht werden, die aufgrund ihrer körperlichen Verfassung auf einen Sitzplatz angewiesen sind und denen durch das Stehen auf den Sitzschalen die Sicht versperrt wurde.

2.Fortuna Köln als Veranstalter hätte vorausschauender handeln können. Es ist logisch, dass die Ultras sich gerne im beschriebenen überdachten Sitzplatzbereich positionieren werden. Von daher erscheint es ein Stück weit fahrlässig, einerseits die Ultras in den Sitzplatzbereich zu lassen, und andererseits den Ordnungsdienst anzuweisen – koste es was es wolle – die vermeintlichen Übeltäter auf fragwürdige Art und Weise dingfest machen zu wollen. Trotzdem muss auch hier noch einmal betont werden, dass Sitzschalen grundsätzlich zum Sitzen gedacht sind.

3.Selbstverständlich müssen Ordner bei Sachbeschädigungen aktiv werden. Wenn z.B. der Ordnungsdienst einen Verursacher ermitteln möchte, dann sollte dies zunächst in einer vernünftigen Art und Weise versucht werden, z.B. durch gezielte Ansprache. Einfach von hinten die entsprechenden Personen – die vermeintlichen Täter – zu packen, ja teilweise sogar gewaltsam aus der Menge ziehen zu wollen, ist in keinster Weise akzeptabel. Dies wirkt sehr provozierend auf die Fans, jedoch ist es genauso wenig akzeptabel, dieser Provokation mit weiterer Aggression zu begegnen.

4.Dass die Polizei die unübersichtliche Situation zwischen Fans und Ordnern versucht zu lösen ist logisch und nachvollziehbar. Allerdings hätte hier ein wenig Fingerspitzengefühl an den Tag gelegt werden können: Bevor es zum Einsatz von Pfefferspray kam, hätte versucht werden können mit kommunikativen Mitteln die Situation zu entschärfen. Es hätte sich angeboten, kurz vor Spielende den Kontakt mit Ordnungsdienst, SKB´s aus Trier, Fanbeauftragten und Fanprojekt zu suchen um gemeinsam eine Lösung des Problems finden.

5.Unmittelbar nach dem Einsatz von Pfefferspray war die Situation bereinigt und die Polizei wünschte die sofortige Abreise der Trierer Fans. Dem wurde Rechnung getragen durch ein wenig flexibles Voranschieben der Fans seitens der Polizei. Dies führte zu weiteren kleineren verbalen Auseinandersetzungen, die mit weiterem Pfeffersprayeinsatz beendet wurden. Hier ist die Frage zu stellen, ob nicht ein wenig Zurückhaltung und defensiveres Agieren angebracht gewesen wäre. Es gilt sich hierbei vor Augen zu führen, dass zahlreiche jugendliche Eintracht Fans anwesend waren, die sich sowohl während des Spiels als auch beim Verlassen des Stadions nichts zu Schulden haben kommen lassen. Wie bereits erwähnt sind einige dieser Jugendlichen auch mit Pfefferspray bedacht worden. Dass diese dann erstmal schockiert sind aufgrund der subjektiv gefühlten Ungerechtigkeit, die Ihnen widerfahren ist, sollte bei Jugendlichen verständlich und nachvollziehbar sein. Verschärfend kommt hinzu, dass es aufgrund der örtlichen Gegebenheiten unmöglich war sich schnell und problemlos von der Situation zu entfernen.

6.Abschließend ist zudem festzuhalten, dass die Trierer Fans gegen Ende des Spiels – anders als der Pressesprecher der Kölner Polizei argumentiert hat – nicht zunehmend aggressiver wurden. Ganz im Gegenteil: Bei allen Fans machte sich spätestens seit dem dritten Tor Freude und Gelassenheit ob des bevorstehenden Siegs breit. Alles in allem gab es also die Auseinandersetzung wegen einigen defekten Sitzschalen. Aufgrund der Verhaltensweisen der beteiligten Akteure wurde damit aus einer „Mücke ein Elefant.“

Wir gehen davon aus, dass daran niemand ein Interesse hat und wollen daher abschließend den Blick nach vorne richten und einige Anregungen geben, damit sich solche Eskalationen zukünftig nicht mehr ereignen.

1.Zusammenarbeit mit anderen im sozialen Feld Fußball tätigen Institutionen
In Köln waren zwei Mitarbeiter des Fanprojekts, die Fanbeauftragten von Eintracht Trier und zwei Szenekundige Beamte aus Trier anwesend. Diese „Institutionen“ gibt es nicht ohne Grund und sie sollten genutzt werden. Wir sind überzeugt davon, dass im Zusammenspiel mit dem Ordnungsdienst / dem Verein Fortuna Köln sowie SKB´s, Fanbeauftragte und Fanprojekt eine andere Lösung möglich gewesen wäre. Z.B. können Fanbeauftragte und Fanprojekt genutzt werden, um überhaupt eine Kommunikation mit der Fanszene zu initiieren.

2.Deeskalierendes Verhalten / Zurückhaltung
Das „Herausfischen“ einzelner Fans aus der Menge ohne vorherige Ansprache wirkt eskalierend. Auch das Verhalten der Fans war zu diesem Zeitpunkt nicht von Zurückhaltung geprägt. Im Zusammenspiel führen diese beiden Positionen zwangsläufig zur Eskalation. Hier muss an alle Beteiligten appelliert werden, sich zu hinterfragen und sich in kritischen Situationen zukünftig zurückhaltender zu verhalten und kompromissbereit zu sein.

3.Kommunikation / Art und Weise der Ansprache
An diesem Tag kam es zu beschädigten Sitzschalen. Dass hier Verursacher in die Verantwortung genommen werden sollen ist verständlich. Allerdings „macht der Ton die Musik“ – auch beim Fußball. Neben einer klaren und höflichen („Siezen“) Ansprache um sein Anliegen zu formulieren, ist es zudem elementar dem Gegenüber zuzuhören und denjenigen ernst zu nehmen. Andernfalls entsteht nur ein Gefühl der Ohnmacht, aus dem letztendlich Aggressionen entstehen.

4.Strategiewechsel
Es sollten ganz offensichtlich die Verursacher der beschädigten Sitzschalen isoliert werden. Ein unkommunikatives „herausfischen“ Einzelner führt zwangsläufig zur Eskalation. Zu beachten ist jedoch, dass die Fußballfans in heutiger Zeit während des Fußballspiels unter ständiger Beobachtung stehen und dabei fotografiert und gefilmt werden. Sofern der Ordnungsdienst einzelne Fans bei Sachbeschädigungen beobachtet hat sollte es eigentlich ein Leichtes sein, auf Foto- und Videomaterial die betreffende Person zu identifizieren und mit Hilfe der Polizei weitere Schritte einzuleiten. Letztlich werden ja, sofern das Isolieren gelingt, nur die Personalien der Person aufgenommen. Eine Klärung, ob die betreffende Person tatsächlich Verursacher der Sachbeschädigung ist wird nicht an Ort und Stelle vorgenommen. Von daher führt diese Strategie ebenfalls zum selben Ergebnis. Es mag sein, dass dies nicht zwangsläufig auf alle Fanszenen Deutschlands anwendbar ist, da in größeren Fanszenen aufgrund der Masse an Menschen auch ein Stück weit Anonymität herrscht. Aber die Trierer Fanszene ist überschaubar – hier kennt jeder jeden. Unserer Erfahrung nach wird diese Art und Weise auch von Fans besser angenommen