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Gemeinsame Stellungnahme zum Zaunfahnenverbot beim Auswärtsspiel bei der TuS Koblenz

Aus Vorabinformationen zum Auswärtsspiel von Eintracht Trier gegen die TuS Koblenz am 05.04.2020 ist uns bekannt geworden, dass wohl abermals ein Zaunfahnenverbot für die Trierer Fanszene ausgesprochen werden soll.

In Folge der Erfahrungen der letzten Auswärtsspiele bei der TuS Koblenz, hatten wir uns als Vorstand des SV Eintracht-Trier 05, Fanprojekt und  Fanszene gemeinsam entschlossen, im Sinne einer positiven Fankultur den Faninteressen zu entsprechen und uns für ein Erlassen des Zaunfahnenverbotes einzusetzen. Der damalige Fanbeauftragte und jetzige Präsident der TuS Koblenz, Christian Krey, hat in einigen Gesprächen signalisiert, dass Zaunfahnenverbot aufzuheben zu wollen und sich entsprechend dafür einzusetzen.

Leider sind diese Bemühungen derzeit erheblich ins Stocken geraten und es steht zu befürchten, dass das alljährliche Zaunfahnenverbot auch diesmal Bestand hat.

Begründet wird das Zaunfahnenverbot wohl mit der „Gefährlichkeit“ der Trierer Fanszene und der Brisanz der Partie, obwohl keinerlei Vorfälle aus den letzten zwei Partien zwischen Trier und Koblenz bekannt sind. In Koblenz ist die Fanszene aus Trier aus Protest dem Stadion ferngeblieben und friedlich wieder nach Hause gefahren und auch beim Spiel in Trier, inkl. Fandemo der Koblenzer Fanszene, gab es keine relevanten Vorfälle.

Fanmaterialien gehören zur Fankultur und sind ein wichtiger Teil und Ausdruck der Identität der Fans und Fangruppierungen. Im Verständnis dieser Fankultur und der Tatsache, dass ein Verlust der Zaunfahne ein Verlust der Gruppenidentität bedeutet, sehen wir ein entsprechendes Verbot –  genauso wie ein zuletzt angebotenes Aufhängen durch Ordner an der Tartanbahn des Stadions Oberwerth (ohne Zugriff der Besitzer) –  sehr kritisch, da ein solches Verbot immer zu Problemen führen wird. Aus Sicht der Bemühungen um Deeskalation am Spieltagsgeschehen sowie aus Gründen der Gleichbehandlung sind solche Maßnahmen abzulehnen. Denn das Verbot im Stadion Oberwerth gilt nur für die Gästefans. Im Moselstadion hingegen herrscht stets die Freigabe für Fanmaterialien, auch für die Gästefans. Uns erscheint somit ein grundsätzliches Verbot zudem als ungerecht gegenüber den friedlichen Fans und denen, die sich um Deeskalation bemühen. Zudem sehen wir zwischen dem Aufhängen einer Zaunfahne und dem Ausüben von Gewalttaten keinen direkten Zusammenhang.

Zaunfahnenverbote verhindern aus unserer Sicht keine Eskalationen bei Fußballspielen, wie auch immer sie sich begründen,  sondern sie fördern  sie eher, da sie von vielen Fans und Zuschauern als Provokation oder gar als Schikane aufgefasst werden und somit Deeskalationsstrategien eher widersprechen dürften.

Wir wünschen uns von den Entscheidungsträgern, die Maßnahmen zu überdenken und alle Fanmaterialien freizugeben. Damit beide Mannschaften und ihre Fans in einem immens wichtigen Spiel in der Oberliga das gemeinsam erleben können, um was es eigentlich geht: Ein chancengleiches Fußballspiel im würdigen Rahmen mit entsprechender Unterstützung der Fans und einer entsprechenden Atmosphäre im Stadion!

 

Vorstand und Geschäftsführung  SV Eintracht-Trier 05

Supporters Club Trier

Fanprojekt Trier

Fanbeirat SV Eintracht-Trier 05

Insane Ultra und Blaue Jugend

 

Unterstützt durch die Fanclubs und Fangruppierungen SV Eintracht-Trier 05:

Moselhaie 93

Trierer Hautzen 93

Trierer Jungen ‘82

Die Römer

reiseTRuppe

Chaonz

Schweich united

Daje!

BNBT Black ‘n Blue Treverorum

Gesprächsrunde über den Umgang mit Antiziganismus

Oswald Marschall, Sinto und erfolgreicher Amateurboxer erzählt über den immer noch vorhandenen Rassismus und die Diskriminierungen gegenüber Roma und Sinti sowie über ihre lange Verfolgungs- und Leidensgeschichte in den Zeiten des Völkermordes. Wir freuen uns auf eine spannende Gesprächsrunde mit ihm in den Räumlichkeiten des Fanprojektes.

Zur Person:
Oswald Marschall ist seit 1963 im deutschen Amateurboxsport aktiv und 1971 zum ersten Mal deutscher Nationalstaffelboxer. 1974 nahm er im deutschen Nationalteam an der Europameisterschaft in Kiew teil.
Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn gründete er den Boxclub Minden e.V. in seiner Heimatstadt, um durch Sportangebote, Ausstellungen, Bildungsangebote und Hausaufgabenhilfe dazu beitragen, das Selbstbewusstsein junger Sinti und Roma zu stärken und die Mehrheitsgesellschaft für die Anliegen von Sinti und Roma zu sensibilisieren.
In vielen bundesweiten Veranstaltungen gelingt es Oswald Marschall den immer noch vorhandenen Rassismus und die Diskriminierung gegenüber Roma und Sinti Jugendlichen näher zu bringen und sie hierfür zu sensibilisieren.

Internationale Wochen gegen Rassismus in Trier 13.-28.03.

Liebe Fußballfreunde,

wir möchten euch gerne auf die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Trier vom 13. – 28.03 aufmerksam machen. Insgesamt werden über 30 Veranstaltungen angeboten. Wer sich näher hierzu informieren möchte, kann dies gerne unter den folgenden Links tun:

http://fluechtlinge-in-trier.de/…/fluec…/nav/97f/broker.jsp…

Kneipenquiz II

Nach dem Auftakt im Rahmen des Fanprojektjubiläums im letzten Jahr wird es Zeit für eine neue Auflage unseres Kneipenquiz.

Um die Winterpause zu verkürzen findet das Quiz nächste Woche Donnerstag ab 19:05 Uhr im Fanprojekt in der St. Mergener Straße 1 statt. Wie jeden Donnerstag haben wir bereits ab 17 Uhr für euch geöffnet. Zudem besteht die Möglichkeit sich die Ausstellung “Der andere Fußball” 100 Jahre Arbeiterfußball anzuschauen.

75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Gedenkveranstaltung von Eintracht Trier, Fanprojekt Trier und Supporters Club Trier


Trier, 27.01.2020. Anläßlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz fand auf dem jüdischen Teil des Hauptfriedhof in Trier eine Gedenkveranstaltung statt, zu der der Verein Eintracht Trier, das Fanprojekt Trier sowie der Supporters Club Trier gemeinschaftlich aufgerufen hatten.
Am Denkmal für die Opfer der Gewaltherrschaft von 1933-1945 sprach Geschäftsstellenleiter Björn Berens über die Schuld, die auch die „Fußballfamilie“ auf sich geladen hatte. Über Ausgrenzung, Mitläufertum bis hin zur Verfolgung und Ermordung. Allen Opfern, Überlebenden und Ihren Familien gilt es in Demut, Respekt und Mitgefühl zu gedenken. Auch stehen wir in der Pflicht, und gerade im Fußball, uns gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zur Wehr zu setzen. Der Fußball könne mit gutem Beispiel voran gehen, denn er kann verbinden, Schutz bieten und auch ein Zuhause sein.

Lukas Keuser, Leiter des Fanprojektes Trier, wies noch einmal auf die Dimension der „Mordmaschinerie“ Auschwitz hin und erinnerte an die 21 000 Roma und Sinti, die in Auschwitz ermordet wurden. Sowohl den Opfern, aber auch allen Mutigen, die ihr Leben riskierten, um Widerstand gegen das NS-Regime zu leisten und Verfolgte versteckten und beschützten, gilt es in dieser Veranstaltung zu gedenken. Zu danken ist auch den Allierten, die dem nationalsozialistischen Terrorregime ein Ende setzten.
Das Gedenken und Erinnern ermahne uns, das Auschwitz nie wieder sein darf. Dafür ist es wichtig entschlossen entgegenzutreten, wenn Menschen antisemitisch, antiziganistisch oder in irgendeiner anderen Weise diskriminiert werden.

Mit der Initiative Erinnerungstag im deutschen Fußball „!Nie Wieder“, in dessen Rahmen die Veranstaltung statt fand, werde jedes Jahr von der Bundesliga bis in die Amateurklassen ein wichtiges und starkes Zeichen gesetzt. Lukas Keuser betonte auch die integrierende und verbindende Funktion des Fußballs.