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Inzine Talk Ausgabe 8

In der vorerst letzten Folge des InZine Talks standen heute Gil und Jupp Rede und Antwort zum 10 Jahre Trier Metz Film. Wir können euch die Folge, ebenso wie die übrigen 7 nur wärmstens empfehlen und sind gespannt was perspektivisch von den Machern noch zu hören sein wird.

Hier gibt´s die offizielle Ankündigung frisch aus der InZine Talk Redaktion:

Und da war sie… …die 8. Ausgabe. Wir drehten diesmal einfach den Spieß um! Machten den Bock zum Gärtner. Wir servieren Ausgabe 8: DIE letzte InZine Talk Ausgabe, bis auf weiteres…oder? Zu Gast in Runde 8: Jupp & Gil (Initiatoren, Produzenten und Macher des 10 Jahre Trier- Metz Jubiläums-Films) „Auf einmal waren sie da…“. Es war ihr Scheitern aber nie ihr Ende. Sie realisierten was bis dato Einmaliges in Trier und für die Fanszene der Eintracht! Für Metz! Für die Freundschaft! Und auf einmal waren sie hier, et voila: Die Macher des Werkes! Ein Werk über 10 Jahre Freundschaft Trier-Metz! Und mehr…Viel mehr. Über die Anfänge, Höhen, Tiefpunkte, Abgeründe und Momente fürs Leben! Eine Beschreibung käm dem Werk nit gerecht, also lassen wir die Protagonisten zu Wort kommen. Gesagt getan. Moderation demnach ohne Gil, aber nicht minder quirlig. Markus übernahm im Solo. Eine Reise durch die Planung, Ausraster, Odysseen des Wahnsinns und dem zerbrechlichen Wegs zweier Freaks! Jupp &Gil planten ihr Scheitern, doch nicht das Ende. Aus 5 Minuten Trailer wurden 90 Minuten Dokumentation. Mehr, mehr, mehr… ein Rückblick auf eine Freundschaft die man nicht fassen kann. Danke euch zwei fürs Gespräch! Klappe zu. Blick voraus. Wir sehen uns! InZine Talk adieu. Doch seid uf zack. Hand drauf man hört sich! Bis bald! Eintracht Trier das sind wir! Gruss von den InZine Talk Komplizen!

 

Hier geht´s zum Talk: http://www.insane-ultra.de/INZINE-TALK/

 

Fanprojekt Trier unterstützt Sport Pride Aktionstag

Heute findet der SportPride Aktionstag statt. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen gegen Homophobie! So auch beim letzten Planungstreffen für das Kick for Colours Event in diesem Jahr. Ihr dürft gespannt sein, was da auf euch zukommt. Mit im Boot sind wieder das SCHMIT-Z, der Jugendtreff Exzellenzhaus und das Fanprojekt Trier. Ihr dürft gespannt sein, was da auf euch zukommen, aber bis dahin könnt ihr heute erstmal den Sport Pride Aktionstag unterstützen. 🏳️‍🌈

 

Watt sähste Ausgabe 5 – Patrick und Pascal von der reiseTRuppe

Watt sähste Ausgabe 5 – Patrick und Pascal von der reiseTRuppe

 

Für die heutige Ausgabe unserer Interviewreihe haben wir uns gleich Gäste im Doppelpack eingeladen. Die Brüder Patrick und Pascal sind glühende Eintrachtfans und haben vor einigen Jahren die reiseTRuppe gegründet. Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt uns ein paar Fragen zu beantworten.

 

Zunächst einmal die obligatorischen Fragen: Stellt euch doch bitte kurz unseren Leserinnen und Lesern vor. Wie seid ihr zur Eintracht gekommen und was verbindet ihr mit dem SVE?

Patrick: Ganz unspektakulär zu Anfang mit Freunden ins Moselstadion gegangen. Das erste Spiel wurde von mir im Jahr 2001 (Aufstiegsjahr zur 2. Liga) besucht und seitdem ist man halt dabeigeblieben.

Pascal: Also ein sogenannter Erfolgsfan. Ich habe es tatsächlich hinbekommen nie ein Zweitligaspiel der Eintracht zu sehen, sondern bin erst nach dem Abstieg 2006 zur Eintracht dazugestoßen. Nicht wie man vermuten wird, zusammen mit meinem älteren Bruder, sondern ebenfalls zu Anfang mit Schulfreunden. Später wurde dann aber zusammen mit meinem Bruder und anderen Leuten der Ostkurve gemeinsam zu den Auswärtsspielen gefahren.

Patrick: Die Verbindung zur Eintracht besteht wohl aus vielen Höhen und Tiefen die zusammen durchlebt wurden und zukünftig noch durchlebt werden. Das bindet einen dann halt an den Verein, aber vor allem verbindet es die Fans untereinander und die machen den Verein halt nun Mal aus.

Patrick du hast vor neun Jahren die reiseTRuppe mitgegründet. Der Name ist ja bereits sehr vielsagend, wie kam es dazu und welche Besonderheiten zeichnen die reiseTRuppe aus?

Patrick:  Genaugenommen wurde die reiseTRuppe am 04.09.2011 beim Auswärtsspiel bei Fortuna Köln gegründet. Der 3:1 Sieg blieb allerdings auch nur wegen der Gründung im Gedächtnis. An dem Tag kamen morgens nach einer durchzechten Nacht Seb Markus und ich zusammen und auf der Fahrt gen Köln wurde standesgemäß weiter gebechert und so dann auch die Schnapsidee auf, eine eigenen Zaunfahne anzufertigen. Als Aufdruck waren so klangvolle Namen wie reiseTRuppe Rumsteak im Gespräch, weil man halt gerade Hunger hatte. Am Ende wurde es dann aber (zum Glück) reiseTRuppe delikat. Die Fahne wurde dann paar Tage später gedruckt und hing dann erstmals beim Pokalspiel gegen den HSV in der Ostkurve. Es stand zu Anfang also vielmehr die Zaunfahne als eine wirkliche Gruppe hinter dem Namen. Später kamen dann immer mehr Freunde und auch mein Bruder mit zu den Spielen und daraus entstand die Gruppe. Die Jüngeren waren es dann auch, die eine neue Zaunfahne selbst malten. Als Besonderheit könnte man jetzt erwähnen, dass die Fahne zur Anfangszeit als keine Gruppe dahintersteckte, immer auch wieder bei Spielen von Arminia Bielefeld hing, da dieser Club Markus 2te oder vielleicht sogar eher 1te Liebe ist. Mit aufkommen der Gruppe hinter der Zaunfahne, änderte sich nicht nur der Standort von der Ostkurve auf die Gegengerade, sondern die Fahne wurde auch nur noch bei Eintracht Spielen angeflaggt.

Pascal: Neben der doch etwas anderen Gründung unterscheidet sich unsere Gruppe wohl auch sonst von einigen anderen Gruppen. So sind wir ein Zusammenschluss von Freunden ohne jedoch feste Gruppenstrukturen zu haben und alles basiert auf der Freundschaft. Als Freunde sehen wir uns in unterschiedlichen Konstellationen halt nicht nur zu den Eintrachtspielen, sondern verbringen einen großen Teil unserer Freizeit zusammen. Von Feiern, Urlauben oder Besuchen von anderen Fußballspielen. Mal in der Kreisklasse wo Mitglieder von uns selbst kicken oder halt auch einfach mal im Ausland.

Versteht ihr euch als Ultragruppe, als Fanclub oder liegt die Definition irgendwo dazwischen?

Pascal: Da es keine wirkliche Struktur gibt, geht jeder der Richtung nach, die er für richtig hält. Es lebe die Anarchie 😊 Der eine orientiert sich in Richtung Ultra, der andere eher in Richtung Bierstand und einer sitzt in letzter Zeit lieber auf der Tribüne bzw. im VIP Raum.

Seid ihr als Gruppe ein geschlossener Freundeskreis oder können auch andere reisefreudige Eintrachtfans bei euch Mitglied werden und falls ja, wie ist das möglich?

Pascal: Wie gesagt ist die Gruppe ein reiner Freundeskreis und demnach nicht offen für externe Mitglieder. Aber reisefreudige Eintrachtfans dürfen, wie du selbst weißt, sich gerne als Reisebegleitung anschließen.

Patrick: Am liebsten natürlich als Fahrer.

Wie bereits angerissen sind Fußballreisen für euch auch neben den Spielen der Eintracht ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Nehmt uns doch einmal mit in die Welt des Groundhoppings. Seit wann seid ihr auf diesem Gebiet aktiv und wie viele Länder habt ihr schon bereist?

Patrick: Richtig. Einige, aber nicht alle Gruppenmitglieder, besuchen regelmäßig auch Fußballspiele neben denen der Eintracht. Aber da kann Pascal wohl mehr zu erzählen.

Pascal: Ja, der ein oder andere ist in dem Bereich schon länger unterwegs. Wiederum andere erst seit kurzer Zeit. Bei mir und auch meinem Bruder, hat das zuerst mit den zusätzlichen Spielbesuchen bei Arminia Bielefeld, zusammen mit Markus, angefangen. Dann kamen noch Bundesligaspiele des HSV dazu, die zusammen mit HSV Fans aus Trier besucht wurden. Dann ging es nebenbei halt mal noch kurz nach England ins Mutterland des Fußballs oder kurz nach Belgien über die Grenze. Und nach und nach wurde es halt immer mehr Spiele und Länder die besucht wurden. Fußball wurde sozusagen zur Sucht. Bis auf sehr wenige Ausnahmen, wie große Reisen nach Südamerika oder Asien, werden diese Fußballreisen aber immer um SVE Spiele herum geplant. Ich würde das Ganze aber selbst nicht als klassisches Groundhopping bezeichnen, da der Ground an sich nicht ganz so wichtig ist, viel eher geht es mir persönlich um das drumherum. Die Fankultur, die Kultur der jeweiligen Länder, die Braukultur und einfach darum eine gute Zeit mit Freunden zu haben. Das Sammeln der Stadien ist an sich dabei dann eher die Nebensache. Und wegen der Frage nach der Anzahl der Länder. Auf Vergleiche mit anderen wer hat wie viel, hab ich wenig Bock und bleibe der Frage eine Antwort schuldig.

Ich weiß ja von einigen gemeinsamen Touren und Gesprächen wie viele es tatsächlich sind und auf so viele Reiseziele kommt ein Durchschnittsdeutscher wohl während seines ganzen Lebens nicht. Was war auf diesen Reisen denn eine besondere Anekdote die hängen geblieben ist und von der ihr uns berichten könnt?

Patrick: Wie mein Bruder bereits sagte, ist meist nicht das Fußballspiel, sondern die Fankurven, die Reise an sich und die Menschen die man trifft das schöne und gute an der Sache. So bei mir zum Beispiel eine Weihnachtstour 2015 mit einem Kollegen nach England zum Boxingday. Die ganze Nacht wurde durchgefahren um sich dann frühmorgens in Liverpool in einer Stadionnahen Kneipe ein paar Bier zu gönnen. Im Laufe des Tages lernte man in dieser Kneipe dann ein paar Hauer vom Everton FC kennen mit denen klasse weitergezecht wurde. Grandioser Tag, aber keine Erinnerung mehr an das spätere Spiel im Goodison Park.

Pascal: Storys und Anekdoten gibt es genügend um damit ganze Bücher zu füllen. Was definitiv im Kopf bleibt ist das Heimspiel von Raja Casablanca in Marokko. Wir sind über Wales nach Marroko gereist und erfuhren zwischendrin, dass deren eigentliches großes Stadion gesperrt wurde und man deswegen in einem sehr kleinen Ausweichstadion spielen würde. Problem an der Sache war dann, dass nur ganz bestimmte Vereinsmitglieder gegen Vorlage Ihres (Gold-)Mitgliedsausweises das Stadion betreten durften und das Stadion von zig Staatsdienern besser abgesichert wurde als manches Gefängnis. So versuchten wir dann weit vor Anpfiff ums Stadion herum Vereinsoffiziale davon zu überzeugen uns doch reinzulassen. Aber selbst die Kontaktaufnahme zum Vereinspräsidenten half nicht weiter und auch die Staatsmacht hatte irgendwann keinen Bock mehr die zwei Touristen durch jede Straßensperre durchzulassen. Blöde Situation, aber kurz vorm Aufgeben, fand sich eine Lösung, indem uns die Ultras des Gästeteams Ihre Tickets verkauften. Für den Gästebereich gab es am Stadion zwar auch keinen freien Verkauf, aber die Ultras überzeugten die Ordner davon, dass man Sie auch ohne Ticket reinlassen müsste, da wir ja Ihre Tickets hätten. Sowas klappt wohl auch nur in Marokko. Im Stadion zeigten dann die heimischen Ultras, warum die Szene in Casablanca so einen guten Ruf hat, was die Stimmung betrifft. Einfach delikat!

Wo ich eben was von Gefängnis erzählt hab, fällt mir ein, dass man sich für Wildpinkeln auch schonmal kurz den thailändischen Knast ansehen durfte. Ging aber ebenfalls gut aus. Genauso wie die Israel/Palästina Grenzstory.

Was war dort los?

Ende letztes Jahr ging eine etwas längere Fußballreise über Malta nach Israel. Vor Ort verschärften sich dann die Spannungen zwischen Israel und Palästina wegen eines Bombenangriffes in der Grenzregion. Als Folge wurden verschiedene Grenzübergänge geschlossen bzw. Touristen aus Sicherheitsgründen teilweise an der Überquerung eben jener Grenzen gehindert.  Um dennoch ein Fußballspiel am Mittag in Palästina zu schauen und abends noch das Flutlichtspiel in Israel, musste also ein etwas abenteuerlicher Plan ausgetüftelt werden. Mit verschiedenen Bussen ging es zu einer Grenzstadt die am Arsch der Welt lag und von dort zu Fuß über die Autobahn zum kleinen Grenzübergang. Dort dann wie erwartet kaum was los und mit Touris rechnete hier eh keiner. Man war also in Palästina und verbrachte dort einen feinen Tag inklusive Fußballspiel. Ok, eher gesagt einem halben Spiel, da schon vor Anpfiff in der gesamten Stadt der Strom ausfiel und dies auch bis zur Halbzeitpause nicht mehr repariert werden konnte. An eine zweite Halbzeit war wegen der inzwischen angebrochenen Dunkelheit aber nicht zu denken. Nach über 40 Minuten warten im dunklen Stadion, ob doch noch was geht, musste ich mich aber in Richtung Grenze verabschieden und dort fing das Chaos dann erst richtig an. Ich wollte über die gleiche Grenze zurück nach Israel über die ich auch gekommen war, obwohl ich wusste, dass dies eigentlich nicht zulässig ist. Im Hinblick auf das Abendspiel und in der Annahme, dass das als Tourist schon irgendwie möglich sein wird kam ich also an der Grenze an und näherte mich vorsichtig der Grenzstation. Aber ich war noch keine drei Schritte hinter einer Markierung (die übrigens nicht eingezeichnet war) und da wurde ich vom Militär an die Mauer gestellt und durfte mir die waffentechnische Ausrüstung der Grenzer etwas näher angucken. Was folgte, waren etliche Befragungen in einem umgebauten Container, der der Beschriftung zufolge zuvor wohl als Hamburger-Imbissbude in Deutschland genutzt wurde. Resultat nach gut 30 Minuten, man glaubte mir nicht, dass ich nur wegen einem Fußballspiel dort war und überprüfte daraufhin meine Infos indem man zuerst das Restaurant anrief in dem ich zu Mittag gegessen hatte und dann auch beim Fußballclub, wo ich zuvor das (halbe) Spiel besucht hatte. Zum Glück erinnerte man sich dort an mich. Im Restaurant wohl, weil ich der einzige Touri weit und breit war und beim Fußball, weil ich zuvor mit deren Trainer in Kontakt stand ob und wann das Spiel stattfinden sollte. Glück gehabt, denn mit deren Bestätigung und weniger netten Grüßen lies man mich schlussendlich die Grenze überqueren und über die Autobahn ging es zum Abendspiel.

Ok, du hast wie immer viel zu erzählen. Andere hoppingbegeisterten Gruppen veröffentlichen ihre Reiseberichte regelmäßig in Fanzines, habt ihr perspektivisch in diese Richtungen auch schonmal Überlegungen angestellt?

Pascal: Wir als Gruppe nicht. Aber euer Gesprächspartner von Insane aus Folge 1 und ich hatten mal angefangen alle besuchten Spiele (Eintracht, Metz + den Rest) in Textform festzuhalten. Da kam schon eine Vielzahl an Seiten zusammen, die aber bisher nie veröffentlicht wurden. Aktuell schreibe ich aber zum Beispiel an der Eintracht-Fußballfibel mit und man wird sehen ob zukünftig mal etwas kommt.

Patrick: Ich lese war viele Fan- und Hoppingzines, aber selbst schreiben: kein Bock.

Im nächsten Jahr steht mit dem 10-jährigen ein großes Jubiläum für die reiseTRuppe ins Haus. Was dürfen wir erwarten?

Patrick: Überraschung – aber definitiv wird’s was geben.

Dafür wünschen wir bereits jetzt gutes Gelingen und viel Erfolg. Danke das ihr uns so offen Rede und Antwort gestanden habt. Wie üblich gebühren euch die letzten Worte:

Patrick: Es bleibt uns allen zu wünschen, dass wir bald zusammen mit den Jungs und Mädels wieder im Stadion stehen können. Zwar war eine kleinere Abordnung unserer Gruppe letzte Woche noch in Tschechien beim Fußball, aber das ist kein wirklicher Ersatz für ein Spiel unserer geliebten Eintracht.

InZine Talk Ausgabe 7 – Eva vom Fanbeirat

Sonntagabend ist InZine Talk Zeit! Folge 7 mit Eva vom Fanbeirat ist ab sofort online. Ein paar Infos zur Folge gibt´s wie gewohnt im Ankündigungstext der InZine Talk Redaktion:

InZine Talk- Corona Spezial – Ausgabe 7 Zu Gast: Eva (Mitglied Fanbeirat Eintracht Trier) Man kennt sie, denn Sie ist seit eh und je ein Teil der Eintracht Fanszene! Eva kennt alle, alle kennen Eva! Mit dem ehemaligem Vorstandsmitglied des SCT reden wir über allerlei: Höhen und Tiefen, fragen was sie von einer Karriere als zukünftige Fanbeauftragte hält, reden über Frauen in der Kurve und Träume, Wünsche und blicken zurück! Auch die Freundschaft nach Metz ist ein Thema, denn Eva eine der „Mütter“ der ersten Stunde! Eine unterhaltsame Runde mit Eva! Danke „Yves“ dass du unser Gast warst! Euer InZine Talk Team!

Hier könnt ihr euch die Folge anhören:

http://www.insane-ultra.de/INZINE-TALK/

InZine Talk Ausgabe 6 mit Benjamin Judith

Da ist das Ding!!!
Mit etwas Verspätung ist nun auch Ausgabe 6 des InZine Talks online. Hier nochmal der Ankündigungstext der Macher:
 
InZine Talk- Corona Spezial – 6. Ausgabe
Zu Gast: Benni Judith (ehemaliger Pressesprecher, Eintracht Fan und Macher „SVE TV“)
Er ist jedem bekannt! Benni Judith ist sicher inzwischen mit seiner legendären Stimme am Mikrofon bei Live-Übertragungen ein Mythos und hat einen gewissen Kultstatus errungen. Der stets gut gelaunte Eintracht Freak ist rund um die Eintracht Spiele inzwischen eine Institution! Ein bunter Hund, der jedem bekannt ist!
Er besuchte uns für den InZine – Talk , eine gewagtes Abenteuer, wenn Ultras sich mit einem Medien-Protagonist treffen! Doch Benni ist ja mehr als das! Eintracht ist sein Leben!
Wir unterhielten uns über seine Eintracht Karriere, seine Laufbahn in der Medienlandschaft, die persönliche Fankarriere, das Projekt SVE TV, unvegessliche Momente am Mikrofon, krachende Interviewpartner, Vorbilder und die eigene Sicht als Kommentator auf Pyro, Ultra-Boykotte und Bambule auf den Rängen!
Ein unvergessliches und einmaliges Gespräch!
Danke Benni Judith!
InZine Talk Ausgabe 6 wie gewohnt am Sonntag ab 20.00–>Insane-Ultra.de!
InZine Talk!
 
Hier könnt ihr ihn euch anhören:
 
http://www.insane-ultra.de/INZINE-TALK/

Watt sähste Ausgabe 4 – Lucas Blasius

Watt sähste Ausgabe 4 – Lucas Blasius

 

Hallo Lucas,

zunächst einmal vielen Dank das du dir für uns Zeit nimmst. Im Moselstadion bist du regelmäßig anzutreffen, wie bist du denn zur Eintracht gekommen und was waren bislang deine schönsten Momente als SVE Fan?

Auch von mir erst mal Danke für die Einladung zum Gespräch.

Die Eintracht habe ich tatsächlich dreimal für mich entdeckt, jedes Mal auf eine andere Art und Weise. An die ersten Anfänge kann ich mich kaum mehr erinnern, ehrlich gesagt. Da war ich einfach noch zu jung. Ich könnte also fast sagen, dass die Eintracht schon immer irgendwie in meinem Leben war und eine Rolle gespielt hat. Woran ich mich aber auf jeden Fall erinnere, sind meine ersten Eindrücke aus dem Stadion: Als kleiner Stöppes stehe ich zwischen großen Tribünen voller Menschen, höre mitreißende Gesänge, sehe Fußballstars live und in Farbe auf dem Platz und dann noch eine Stadionwurst – damit gibt´s auch in den folgenden Jahren immer wieder Anekdoten.

Das zweite Mal war dann während meiner Jugend. Da habe ich angefangen, die Eintracht regelmäßiger schauen zu gehen. Das war spielerisch nicht immer der Brüller, aber mit Kumpels, einem kühlen Getränk und einem schönen Tag außen rum hat es doch immer Spaß gemacht. Zur zeitlichen Einordnung: Ich bin jetzt 25.

Und das dritte Mal war dann über meine Arbeit beim CityRadio Trier. Etwas professioneller eben, aber gleichzeitig auch viel näher dran.

Meine schönsten Momente – die Frage finde ich echt schwierig. Ich bin nämlich wirklich grottig darin, mir Spiele, Ergebnisse und Fakten dazu zu merken. Da muss ich immer bei Kumpels noch mal gegenchecken. Aber dafür behalte ich mir Bilder, Situationen und Emotionen sehr gut. Deshalb würde ich sagen: Sportlich waren meine schönsten Momente natürlich sowas wie mal ein Sieg gegen Saarbrooklyn im Moselstadion früher, miterlebt von der Gegengeraden bei vollem Stadion. Auswärts in Homburg, zwar verloren und mit Hoffenheimer Bubis auf der anderen Tribüne, aber dafür Choreo-Schals und ein paar Mal sehr laut: “Hurra, hurra, die Trierer, die sind da.” Die letzte Fahrt nach Mannheim, bei der sogar die ganze Tribüne zum Schwingen gebracht wurde, hat echt viel Spaß gemacht. Das sind gemeinschaftliche Momente, die bleiben.
Aber für mich sind es oft auch die Geschichten außen herum, die den Spaß ausmachen. Also die Anekdoten, die man gerne weitererzählt. Der Wolle Petry Megamix auf der Auswärtsfahrt im Fanbus zum Beispiel, der mindestens fünfmal durchgelaufen ist und jedes Mal mehr Spaß gemacht hat. Vier Stadionwürstchen in einer Halbzeit in Koblenz, was die Kameraden ein Jahr später immer noch gefeiert haben (ich hatte einfach nur Hunger). Bei gefühlt 40 Grad in Karbach, wo die Brötchen so schwammig waren, dass mein helles Shirt noch vor Anpfiff eine fette Ketchup-Spur hatte – na gut, das war nicht gerade glorreich. Aber immerhin haben die Jungs gewonnen. Und später lacht man drüber.

Aber es gab auch noch andere, richtige Highlights. Ganz besonders Februar dieses Jahres. Da durfte ich für das CityRadio Jason und Ganni im Studio empfangen, um gemeinsam einen halben Tag lang Radioarbeit zu machen und zu moderieren. Vorausgegangen war dem ein Trainingsbesuch von mir bei der Eintracht, worüber ich berichten sollte. Einmal die blauen Stoffe tragen, die Porta auf der Brust, mit der Truppe zusammen kicken – obwohl es geregnet hat wie aus Eimern, kann es kaum mehr besser werden. Das Gefühl, zumindest eine Stunde lang wirklich ein Teil des Teams, der Arbeit und der Emotionen zu sein, war etwas ganz Besonderes. Herzlicher Empfang, abklatschen zur Begrüßung, kicken mit Jonas (dabei erstes Lob vom Trainer), Linienlauf gegen Jason (klar verloren) und vieles mehr. Beim CityRadio Trier und bei mir auf Facebook (Lucas Blasius) und Insta (moderatorlucas) habe ich meine Berichte dazu übrigens auch noch mal geteilt zum Nachschauen. Das hat mir schon ein ganz anderes Verständnis des Teams gegeben und umso mehr finde ich es schade, dass die aussichtsreiche Saison nun wirklich abgebrochen wurde.

 

 

Viele unserer Leser werden sicherlich deine Stimme als Moderator des Cityradios kennen. In wie fern hat sich der Arbeitsalltag bei euch im Studio durch Corona verändert? Die wöchentlichen Erfolgsgeschichten über die Aufstiegssaison der Eintracht fallen ja leider aus.

Das stimmt leider. Corona hat natürlich auch unseren Senderalltag auf den Kopf gestellt. Als privater Sender bekommen wir im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen keine GEZ-Gelder, weshalb wir nun umso härter um unseren tollen Sender kämpfen mussten. Laut Umfragen sind wir seit Langem einer der beliebtesten Sender der Stadt und werden auch in der weiteren Region gerne gehört. Daher möchten wir unseren HörerInnen selbstverständlich auch weiterhin regionale Infos und schöne Musik bieten. Nun können wir aber zum Beispiel schon seit Monaten keine Gäste im Studio empfangen. Wir müssen neue und kreative Wege suchen, die Themen der Region trotzdem ins Programm zu bekommen. Dafür arbeiten wir wirklich hart.

Natürlich gehören der Kontakt und das Sich-Informieren über die Eintracht auch dazu. Zu Beginn der nun abgebrochenen Saison haben wir eine neue Partnerschaft mit der Eintracht begründet, die wir nun in der Corona-Pause natürlich nicht ruhen lassen wollen. Diese Partnerschaft war mir persönlich auch wichtig, da ich das Potential und einen gemeinsamen Weg in dieser Saison und darüber hinaus gesehen habe – und immer noch sehe. Selbstverständlich mit dem Aufstieg als großen Wunsch, auf den wir alle nun immer noch weiter warten müssen.

Statt regelmäßiger Spielberichte gibt es dann also auch weiterhin erst mal Infos von hinter den Kulissen: Planungen, Transfers, was geht überhaupt aktuell so ab, …

Ich freue mich aber auch schon wieder auf den Saisonalltag!

 

 

Laufen denn schon die Planungen für die neue Saison? Ihr berichtet ja schon sehr regelmäßig über den SVE, wird es wieder einen Fanreporter geben?

 

Bis vor wenigen Tagen stand noch gar nicht fest, wie die Saison überhaupt weitergehen wird. Daher haben wir auch noch keine konkreten Planungen anstellen können. Ich persönlich würde mich aber sehr freuen, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen. Und das diesmal auch erfolgreich bis zum Schluss.

Die Eintracht habe ich gerade in der letzten Saison als sehr motiviert wahrgenommen, vom Trainerstab über die Spieler bis zu den weiteren Mitarbeitern. Jupp und die Jungs habe ich persönlich immer besser kennengelernt und den Eindruck gewonnen, dass sie sich wirklich komplett für den sportlichen Erfolg hingeben. Ob es das Gespräch mit dem Trainer nach dem Spiel ist, wo man sich noch mal austauscht. Ober ob es ein Kevin Kling ist, den im ich Studio begleitet habe von: „Ich möchte im Training alles geben und mal schauen, ob es für einen Startplatz reicht“ bis hin zu: „Wenn ich fit bin, muss ich eigentlich von Anfang an spielen und vielleicht schieße ich ja auch sogar wieder ein-zwei Buden.“

Spannend finde ich dabei auch immer wieder die eigene Rolle, denn da muss ich klar zwischen Radio und privat unterscheiden. Wo ich im Privaten mit Schwarz-Blau-Weiß groß geworden bin, halte ich es professionell eher mit der Devise: „Der Fan ist der größte Kritiker.“ Und der Reporter natürlich sowieso.

Ob es mit dem Fanreporter weitergeht, müssen wir mal schauen. Ich fand es immer eine bereichernde Sichtweise im CityRadio-Programm, so als eine Stimme aus den Reihen der Fans. Es liegt teils an uns, teils an der Eintracht und teils an Fanreporter Pascal, ob es damit weitergeht. Ich werde auf jeden Fall dafür stimmen. Und wer weiß, falls sich viele Interessierte finden, vielleicht kann ja auch einer von euch LeserInnen bald als offizieller Fanreporter mitmischen.

 

Neben deiner Tätigkeit als Moderator für das CityRadio Trier bist du mittlerweile auch bei den Eifel Mosel Bären aus Bitburg im Eishockey aktiv. Wie bist du dazu gekommen und in welcher Form kann man deine Stimme bei Heimspielen der Bären vernehmen?

 

Bei den Bären Bitburg hört man mich – übrigens genau wie beim FSV Trier-Tarforst – als die Stimme, die zwischendrin immer ein bisschen was labert. Also nicht wie ein Stadionsprecher bei jedem Spiel live vor Ort, das könnte ich zeitlich gar nicht bei allen Spielen beider Vereine stemmen. Aber mit einem Willkommen am Anfang, inhaltlichem Geleit durch den Spieltag und ein paar Zusatzinfos. Nennen wir es mal „Stadionstimme“ oder so. Also damit jeder weiß: Fünf Minuten habe ich noch zum Bierholen vorm Spiel, jetzt kommt die Aufstellung, nun ist Pause und so weiter.

Bei den Bären habe ich eine Art akustischen Einlauftrailer gebastelt, da bekommt das Publikum also die volle Ladung Bärenbau von mir auf die Ohren. Das macht unglaublich Laune aufs Spiel und schafft eine tolle Kulisse. Das macht wirklich Spaß, auch in der Arbeit.

Dazu gekommen bin ich einerseits übers Radio und andererseits, weil ich einfach riesig Interesse an Sport im Allgemeinen habe. Die Emotionen und die Leidenschaft, für die auch die Eintracht steht, habe ich bei meinem ersten Besuch in Bitburg auch gespürt und das hat mich mitgerissen. Mit dem Team habe ich guten Kontakt, bin immer wieder bei den Spielen, habe sie auch mal einen kompletten Spieltag lang bis hinter die Kulissen begleitet. Irgendwann kam die Idee zum Trailer und dann kann ich gar nicht anders, als so etwas auch umzusetzen.

 

Könntest du dir vorstellen in ähnlicher Funktion auch bei Eintracht Trier aktiv zu werden? Mit SVE TV haben wir bei der Eintracht ja einiges Interessantes zu bieten. 😉

Ach, ich bin doch schon längst im Fanprojekt als Freizeitfußballer und Teilzeit-Chancentod aktiv 😉

Aber nein, solche Stellen sind natürlich schon eine große Hausnummer bei der Eintracht. SVE TV mit Niklas und Benni habe ich immer sehr zu schätzen gewusst, wenn ich wegen Terminen bei der Arbeit nicht selbst zum Spiel kommen konnte. Unvergessen die Übertragung aus Karbach, als die französischen Freunde nach dem Spiel über den Rasen gekullert sind und Benni im Sprint über den halben Platz flüchten musste. Da war ich zwar auch vor Ort privat als Fans dabei, habe aber später die Szene noch mal nachgeschaut und musste herzhaft lachen.

Also was ich damit sagen will: Zutrauen würde ich es mir aus fachlicher Sicht allemal, aber ich kenne ja auch den Verein und die Fans und weiß, wieviel Respekt ich vor der Aufgabe hätte. Zumal es bisher schon so gut geführt war und auch wirklich viele Emotionen in Produkten wie SVE TV stecken. Zeitlich ist es natürlich auch so eine Sache, da man da ja auch etwas Arbeit reinstecken möchte, wenn man es schon mal anfängt. Zumal ich aktuell einen kleinen Service unter meinem Namen aufbaue für Moderation, Sprechen und Coaching in beiden Bereichen. Da laufen seit Längerem die Vorbereitungen und das soll in mittlerer Zukunft an den Start gehen. Ich hoffe gewissermaßen, dass ich dadurch zeitlich etwas mehr eingebunden sein werde. Aber das schließt weitere Projekte natürlich nicht aus, ganz im Gegenteil.

Also ich wäre nicht abgeneigt, aber ich weiß ja gar nicht, ob dahingehend überhaupt Interesse besteht und über die Ausgestaltung müsste man auch noch mal sprechen. Vielleicht ergäben sich aber ja auch andere Ideen, wie man zum Beispiel den Spieltag im Stadion akustisch noch weiter gestalten könnte.

 

Blicken wir mal auf die neue Saison, die Hoffnung ist da, dass Spiele wieder vor Zuschauern ausgetragen werden können. Wie stellst du dir deinen ersten Besuch im Moselstadion nach der Corona bedingten Pause vor?

 

Auf jeden Fall emotional und spannend. Endlich wieder „unsere Eintracht“ auf dem Platz – wieder Stadionatmosphäre – wie sind die anderen Besucher so drauf – was bringt das Team – wie normal und gewöhnlich ist es vielleicht doch wieder – all diese Fragen und Emotionen gehen mir bei der Vorstellung nun durch den Kopf. Wie es dann wirklich werden wird, keine Ahnung. Vielleicht erst mal bei bestem Wetter ein kühles Getränk, eine Stadionwurst (diesmal ohne Dilemma), dann ab auf die Gegengerade ein paar Tore bejubeln und am Schluss ein bisschen mit den Jungs quatschen. Klingt eigentlich ganz normal, aber ein (Fußball-) Fest soll es trotzdem für uns alle sein.

 

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns genommen hast. Die letzten Worte gebühren dir!

 

Ja auch von mir noch mal vielen lieben Dank. Ich hoffe, dass ich mit meinen Antworten nicht gelangweilt habe. Ich finde es wirklich toll, sich über seinen Verein und alles drumherum auszutauschen. Und gerade zu aktuellen Zeiten finde ich es auch sehr wichtig. Denn wenn man sich schon nicht auf der Tribüne, am Bierstand, in der Lounge oder im Bus sieht, kann man so doch Eintracht Trier und alle Menschen, die diese trierische Eintracht ausmachen, noch ein weiteres Mal ganz neu entdecken.

Ich freue mich auf viele tolle Spiele, sportliche Erfolge, interessante Gespräche und schöne Anekdoten.

Zum Abschluss ein herzliches: „Daje, mein SVE!“

Lucas